Steckbrief: Kangal

Kangals sind aufmerksame Wachhunde und brauchen viel Raum, um sich wohlzufühlen

Oder Welches Tier passt zu mir?*

Allgemein: Kangals sind große kräftige Wach- und Hütehunde, die eine Schulterhöhe von mehr als 80 Zentimeter erreichen können. Die stattlichen Tiere stammen aus dem Osten der Türkei, wo sie ursprünglich in weiten Bergregionen das ganze Jahr über und oft ohne menschliche Begleitung Schafherden hüteten. Sie sind daher auch als Anatolische Hirtenhunde bekannt. Der türkische Name Karabasch (türk. ‚Schwarzkopf‘) hingegen verweist auf die dunkel gefärbten Ohren und die schwarze Gesichtsmaske der athletischen Hunde. Die dunklen Partien setzen sich lebhaft vom sonstig hellbraun-grauen oder cremefarbenen kurzen dichten Fell ab. Die buschige Rute ist leicht nach oben eingerollt.

Herkunftsbedingt sind die intelligenten Kangals wachsam, furchtlos und selbstständig, „ihren“ Menschen gegenüber treu und loyal, aber auch selbstbewusst bis zur Dominanz.

 

Lebenserwartung: 12 bis 14 Jahre

 

Haltung: Als typische Wach- und Hütehunde brauchen Kangals unbedingt ein sehr großes Revier, in dem sie sich frei bewegen können – Spaziergänge allein und selbst ein großer Garten genügen nicht. Grundsätzlich können die bewegungsfreudigen Tiere das ganze Jahr über im Freien gehalten werden, solange Wetterschutz im Winter und Schatten im Sommer gewährleistet sind. Andere Hunden gegenüber verhalten sich Kangals meist unverträglich.

Für Anfänger in der Hundehaltung sind Kangals keinesfalls geeignet, ihr Beschützerinstinkt muss sicher und bestimmt geleitet werden. Selbst bei vertrauenswürdiger Herkunft und guter Sozialisation entscheidet ein Kangal in als kritisch empfundenen Situationen oft schnell und selbstständig. Dann beschützt er sein Revier und seine Familie vorbehaltlos – nicht immer unproblematisch bei einem so großen Hund. In Hessen und Hamburg gelten Kangals deswegen als potenziell gefährlich, ihre Haltung ist hier an rechtliche Auflagen gebunden.

 

Futter: Bezüglich ihres Futters sind Kangals anspruchslos und genügsam. Empfohlen wird zwei- bis dreimal täglich, je nach Aktivitätsgrad, fleischbetonte Hundenass- und -trockennahrung. Frisches Trinkwasser sollte stets ausreichend vorhanden sein.

 

Zum Tierarzt bei: Bei ausreichend Bewegung sind Kangals gesundheitlich in der Regel sehr robust. Jedoch besteht, wie bei allen großen Hunden, eine erhöhte Anfälligkeit für Hüftdysplasien.

 

* Ein Service des Tierschutzvereins Augsburg und Umgebung e.V.

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