Steckbrief: Kartäuser

Eine Kartäuserkatze bringt so schnell nichts aus der Ruhe

Oder Welches Tier passt zu mir?*

Allgemein: Mit ihrem dichten blau-grauen Fell und den bernsteinfarbenen Augen sind Kartäuser wahre Schönheiten. Sie gehören wie ihre engen Verwandten British Blue und Russisch Blau zu den Hauskatzen, sind jedoch deutlich menschenbezogener als diese. Im Zusammenspiel mit ihrem ruhigen Wesen und ihrer Gelassenheit auch Kindern gegenüber macht das Kartäuser zu idealen Familienkatzen. Außerdem vertragen sie sich in der Regel auch gut mit anderen Tieren in der Familie und schätzen selbst als Freigänger ausgedehnte Ruhe- und Kuschelstunden auf dem heimischen Sofa.

Die eleganten Katzen wurden erstmals im Mittelalter in Frankreich erwähnt, wo sie bis heute Chartreux genannt werden. Mit den gleichnamigen Kartäusermönchen haben die anschmiegsamen und durchaus geselligen Katzen aber lediglich ihr dunkles, oft geheimnisvoll wirkendes Äußeres gemeinsam. Neben dem einfarbig blau-grauen und völlig ungemusterten Fell der Kartäuser-Katze mit dichter Unterwolle sind die hoch am Kopf sitzenden Ohren und die gelben oder bernsteinfarbenen Augen Standard.

Lebenserwartung: 12 – 15 Jahre

Haltung: Kartäuser können sowohl als Freigänger wie auch als Hauskatze gehalten werden, allein oder gemeinsam mit anderen Katzen bzw. Tieren. Anders als viele ihrer felinen Artgenossen suchen Kartäuser aber die Nähe zu ‚ihren‘ Menschen. Die sollten es nicht an Aufmerksamkeit und Zuwendung fehlen lassen. In Maßen zwar – immerhin handelt es sich um eine Katze – aber einmal die Woche das dichte Fell bürsten sollte mindestens sein. Auch ein erhöhter Sitz- und Ruheplatz wird gern angenommen, so behält die souverän wirkende Katze im wahrsten Sinne des Wortes den Überblick.

Wie jede Katze brauchen auch Kartäuser Korb oder Decke, Futter- und Trinknapf, eine eigene, stets frische Katzentoilette, Bürste, Transportbox und, vor allem für junge Tiere, Spielzeug wie Federspiel, Ball, Kartone ... dazu eventuell einen Kratzbaum oder eine Kokosmatte zum Krallenwetzen.

Futter: Fleischfresser. Je nach Vorliebe Katzenfeucht- oder -trockenfutter, stets frisches Wasser. Keine Milch, kein rohes Fleisch oder roher Fisch, keine Knochen, keine Wurstpellen. Katzengras ist eine gute Idee, sonst sind die Zierpflanzen in Gefahr – und durch eventuelle Giftstoffe (zum Beispiel in Begonien oder Efeu) auch die Katze.

Zum Tierarzt bei: Apathie, Appetitlosigkeit, Durchfall, Erbrechen, Schnupfen, verklebte Ohren (Milben), Mundgeruch (Zahnpflege). Nötig sind regelmäßige Impfvorsorge und Entwurmung, auch bei reinen Wohnungskatzen. Alle Katzen sollten vom Tierarzt kastriert, gechippt und registriert werden.

* Ein Service des Tierschutzvereins Augsburg und Umgebung e.V.

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