Steckbrief: Widderkaninchen

Widderkaninchen gelten als besonders niedlich und sind daher beliebte Haustiere

Oder Welches Tier passt zu mir?*

Allgemein: Gleich zu Beginn: An Widderkaninchen scheiden sich die Geister. Einerseits sind die zutraulichen tagaktiven Fellträger wegen ihres knuffigen Äußeren mit den markanten Hängeohren als Haustiere sehr beliebt. Andererseits sind genau diese Ohren der Grund, warum sie häufig als Qualzuchten mit Nachdruck abgelehnt werden.

Widderkaninchen gehören zu den Hasenartigen, sind jedoch keine Nagetiere. Je nach Art können sie zwei bis neun Kilogramm schwer werden. Es gibt Widderkaninchen in unterschiedlichsten Farbschlägen, doch alle haben einen gebogenen Nasenrücken – die sogenannte Ramsnase– und hängende Ohren. Die sind in der Regel 20 bis 30 Zentimeter lang, können aber etwa beim Meißner Widderkaninchen auch bis zu 40 Zentimeter lang werden. Im Vergleich zum Kopf wirkt der Körper meist klein und kompakt, außer beim Englischen Widder.

Im Kaninchen-Vergleich sind die Widder-Arten wenig schreckhaft. Das liegt auch daran, dass sie aufgrund ihrer Hängeohren schlecht(er) hören und ihr Sichtfeld durch die seitlichen Behänge eingeschränkt ist. Übrigens haben junge Widderkaninchen zunächst artgerecht stehende Ohren, erst mit einigen Wochen kippen die Lauscher dann um.

Lebenserwartung: 5 – 12 Jahre

Haltung: Alle Kaninchen leben in Gruppen, müssen also auch als Haustiere mindestens zu zweit sein. Unter den Kaninchen gelten Widder als ruhig und wenig scheu, weswegen sie mitunter auch in Wohnungen gehalten werden. In diesem Fall muss auf ‚knabbersichere‘ Elektrokabel und täglichen ausreichenden Auslauf geachtet werden, denn auch Widderkaninchen graben und bewegen sich gern. Am besten ist ein weiter Auslauf im Freien (unterirdisch abgeschlossen!) mit Liegeplätzen in  unterschiedlichen Höhen. Jeder Käfig sollte abwechslungsreich gestaltet sein, mit Rinde oder Heu als Einstreu, tief genug zum Wühlen, mit Häuschen oder Röhren zum Verstecken und Schlafen, mit Ästen, Kletterrampen u.ä.

Futter: Heu, Kräuter, Gras und anderes Grünfutter sind das Richtige für die Pflanzenfresser, dazu manchmal ungespritztes frisches Obst und Gemüse sowie täglich frisches Trinkwasser. Futtermenge kontrollieren, Widderkaninchen neigen zu Übergewicht.

Zum Tierarzt bei: Apathie, Atemgeräusche, Augen- und Nasenausfluss, Blähbauch, Durchfall, Fieber, Fressunlust, teigige oder knotige Schwellungen, sowie für die üblichen Kaninchen-Impfungen gegen RHD, Kaninchenschnupfen, Myxomatose, Koli-Bakterien und Clostridien. Besondere Aufmerksamkeit brauchen die Ohren von Widderkaninchen. Durch den abgeknickten Gehörgang kann das natürliche Ohr-Sekret oft nicht abfließen, dann sind Bakterien- oder Pilzinfektionen häufig.

* Ein Service des Tierschutzvereins Augsburg und Umgebung e.V.

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