Anadolu’nun Yüzleri – Gesichter Anatoliens

Eine Musikalische Erzählung von Kemal Dinc im Rahmen von Plan A als Gastspiel am Theater Augsburg
In türkischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Interdisziplinär – interkulturell – Theater für Alle: Mit der in dieser Spielzeit neu ins Leben gerufenen Plattform Plan A öffnet sich das Theater Augsburg neuen Kunst- und Kulturräumen, tritt in den Dialog mit verschiedenen Gesellschaftsgruppen und freien Ensembles und arbeitet grenzüberschreitend.
Die musikalische Erzählung »Anadolu’nun Yüzleri – Gesichter Anatoliens« von Regisseur Düzgün Polat und Autor Kemal Dinc widmet sich Überlieferungen der Geschichte Anatoliens aus Vergangenheit und Gegenwart und richtet sich damit insbesondere an die türkischstämmige Gesellschaft. Nach internationalen Vorstellungen u. a. in der Türkei und Australien ist die Produktion ab dem 27. Januar im martini-Park zu sehen.

Komponist und Musiker Kemal Dinc verarbeitet in seinem 2016 verfassten Stück Geschichten der Volksdichter Anatoliens, die die gesellschaftlichen Entwicklungen und Herausforderungen ihrer Zeit maßgeblich geprägt haben. Die Erzählung beginnt im 12. Jahrhundert und entwickelt sich von dort bis in die Gegenwart. Während der geografische Handlungsraum fest in Anatolien verankert ist, orientiert sich das Stück inhaltlich auch an der Geschichte der europäischen Philosophie sowie an interkulturellen Verbindungen zu anderen geografischen Räumen.

Das Stück bedient sich der Methode des Epischen Theaters und verbindet demnach theatralische und erzählende Formen der Literatur. Es entwickelt sich historisch und inhaltlich schlüssig, ohne Vorkenntnisse zu erfordern. Auch sprachlich und musikalisch ist diese Entwicklung eindeutig erkennbar. Offen bleibt ganz bewusst ein Urteil über die Handlung der jeweiligen Zeitabschnitte.

Dem Zuschauer wird die Auseinandersetzung zwischen Mystik und Publikum, Glauben und Vernunft mittels Text und Musik vermittelt. Das Werk hat den Anspruch (wenn über-haupt ein solcher formuliert werden muss) anzuregen, sich mit der Geschichte auseinan-derzusetzen und daraus Schlüsse für unser Hier und Jetzt zu ziehen – jeder ganz individuell und für sich.

Das Regieteam verzichtet bewusst auf große Bühnenbilder. Im Vordergrund steht die Balance zwischen Text und Musik. Die Erzählung ist nicht im sprachlichen Korsett des Schauspielers verhaftet, sondern durch die »Sprache« der Musik – ganz besonders der einzelnen Instrumente – auch den Musikern überlassen, um dem Zuschauer Raum für diverses Verständnis zu eröffnen.

Termine 27.1.2018 19:30 | martini-Park
8.2.2018 19:30 | martini-Park
28.2.2018 19:30 | martini-Park

Inszenierung Kemal Dinc, Düzgün Polat Bühne Düzgün Polat Licht & Ton Basil Abdunnur Schauspiel Baris Atay Musik Kemal Dinc, Antonis Anissegos, Anil Eraslan

Heike Neumann & Leoni Walter
Kommunikation und Presse Theater Augsburg

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