Augsburger Asylunterkünfte schlecht betreut

Bis auf eine Ausnahme haben die Augsburger Asylbewerberheime viel zu wenig Personal. Das hat eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Christine Kamm im Bayerischen Landtag ergeben, bei der die Abgeordnete die Anzahl der Heimleiter, der Hausmeister und sonstiger Mitarbeiter erfragte.

Für Gemeinschaftsunterkünfte von Asylbewerbern hat der Oberste Rechnungshof 2004 festgelegt, dass für jeweils 75 Unterkunftsplätze eine Vollzeitkraft zur Verfügung stehen muss. Bayernweit wird dieser Betreuungsschlüssel auch eingehalten: Auf durchschnittlich 57,61 Plätze in Asylbewerberheimen kommt jeweils ein Mitarbeiter. Schwabenweit sind die Zahlen schon etwas schlechter, hier steht für durchschnittlich 66,35 Asylbewerber ein Mitarbeiter zur Verfügung.

Fünf der sechs Augsburger Unterkünfte jedoch liegen weit unter dem vorgeschriebenem Personalschlüssel: In zwei Fällen ist nur ein Mitarbeiter für mehr als 100 Unterkunftsplätze zuständig. Bei einem Heim ist die Lage besonders gravierend: Mit 144 Plätzen ist es bereits überbelegt – und das, obwohl es hier nur eine Drittel Heimleiterstelle gibt.

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