Von Autos und Katzen

Mit Chip und Lesegerät finden die Tierpflegerinnen im Tierheim schnell heraus, wem die kleine Katze Knirpsi gehört

Offener Brief / Tierfreundin appelliert an Autofahrer und Katzenhalter

Augsburg. Die Trauer um ihre eigene Katze und die Hoffnung, anderen Katzenhaltern Ähnliches vielleicht ersparen zu können, ließ eine Tierfreundin aus dem südlichen Landkreis zur Feder greifen. Sie bat den Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e.V., ihre Geschichte aufzugreifen, um möglichst viele Menschen anzusprechen und aufzuklären:

„Es dämmert. Sie sind mit dem Auto unterwegs, zur Arbeit, nach Hause oder zum Einkaufen. Da löst sich am Straßenrand ein Schatten. Im nächsten Moment ein dumpfer Schlag. Was war das? Da es eilt und sich das Auto ‚normal‘ anfühlt, fahren Sie weiter. Zurück bleibt eine Katze, die Ihren Weg gekreuzt hat und nun vielleicht mitten auf der Straße ihr Leben aushaucht.

Zwei Seitenstraßen weiter sucht eine Familie verzweifelt nach ihrem Haustier. Nach einer Katze, die nicht einfach nur eine Katze ist. Sie ist Familienmitglied, Gefährte, Spielkamerad der Kinder, samtpfötiger Tröster bei Kummer. Nun kommt die Katze nicht mehr nach Hause. Alle suchen und ahnen das Schlimmste, haben aber keine Gewissheit. Und diese Ungewissheit ist furchtbar. Sie sind verzweifelt, die Kinder weinen und vermissen zutiefst ihren felligen Freund.

Katzen haben ihren eigenen Kopf. Wenn sie über die Straße wollen, dann wollen sie. Es kann jedem jederzeit passieren, dass man eine geliebte Katze überfährt. Das kann und will hier keiner zum Vorwurf machen. Gerade auf dem Land und in Wohngebieten sind die freiheitsliebenden Miezen gerne in der Dämmerung unterwegs. Sie sehen viel besser als wir Menschen und reagieren auch deutlich schneller. Nur manchmal leider nicht schnell genug.

Deshalb eine Bitte: Wenn Sie selbst einmal eine solche Begegnung mit einer Samtpfote haben, halten Sie an. Schauen Sie nach dem verletzten oder toten Tier. Wenn es geht, bringen Sie es zum nächsten Tierarzt. Wenn das nicht geht, tragen Sie es bitte zum Straßenrand und rufen Sie den lokalen Tierschutz an. Wenn die Katze gechippt ist, können die Besitzer ausfindig gemacht und informiert werden. So wissen sie wenigstens, was mit ihrer Fellnase geschehen ist. Danke.

Noch ein Appell an alle Katzenhalter: Lassen Sie Ihr Tier chippen und registrieren, zum Beispiel im Haustierregister Findefix. Nur so werden Sie im Fall der Fälle gefunden.“

Der Tierschutzverein „unterstützt beide Bitten“, so Geschäftsführerin Sabina Gaßner, denn „leider kennen wir Situationen wie die beschriebene sehr gut. Katzen sind die am meisten gesuchten Tiere.“

Das Augsburger Tierheim nimmt Fundtiere aus folgenden Gemeinden auf: Augsburg, Adelsried, Allmannshofen, Altenmünster, Aystetten, Biberbach, Diedorf, Ellgau, Gersthofen, Neusäß und Wehringen. Verletzte Tiere bringen Sie bitte direkt zu AniCura Kleintierspezialisten Augsburg, Max-Josef-Metzger-Str. 9, 86157 Augsburg, Notdienst-Tel. 0821 / 455 900-99. In akuten Notfällen können Sie auch die Feuerwehr, Tel. 112, oder die Polizei, Tel. 110, verständigen.

Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e.V., Holzbachstr. 4c, 86152 Augsburg, Tel. 08 21 / 455 290-0, www.tierschutz-augsburg.de

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