Baustopp für die Linie 3?

In Königsbrunn verläuft die Trasse für die Linie 3 auf einer in einem Wohngebiet seit Jahrzehnten freigehaltenen Schneise relativ nah an der Wohnbebauung.

Einen Baustopp bei den erst im Oktober gestarteten Bauarbeiten zur Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 nach Königsbrunn befürchtete die Bürgervereinigung "Wir sind Augsburg" (WSA) am Wochenende. In einem Antrag der WSA an Oberbürgermeister Kurt Gribl vom 11. Januar beantragte die Bürgervereinigung, dass der Stadtrat kurzfristig informiert werden solle, falls es zutreffe, "dass die Bauarbeiten zur Straßenbahnlinie 3 aufgrund einer Klage ruhen".
Jürgen Fergg, Pressesprecher der Stadtwerke Augsburg, betonte auf Nachfrage unserer Zeitung allerdings, dass es einen solchen Baustopp nicht gibt. Zwar stimme es, dass seit Beginn des Planfeststellungsverfahrens zwei Klagen von Anwohnern vorliegen, diese hätten allerdings bislang keinen Einfluss auf die Baugenehmigung. Bei den beiden Klagen geht es dem Vernehmen nach im wesentlichen wohl um Lärmschutz.
"Dass jemand gegen den Planfeststellungsbeschluss klagt ist ganz normal", sagte Fergg. Auf das Baurecht habe das keinen Einfluss, allerdings können die Kläger auch eine Aufschiebung beantragen, der ein Gericht stattgeben muss. Das sei nun auch bei der Linie 3 der Fall. Sollte das Gericht der Forderung stattgeben, könnte es mit dem Bau vorerst nicht weitergehen. Allerdings geht man bei den Stadtwerken bislang nicht davon aus, dass dieser Fall eintreten wird. (lat)

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