Zum Deifi noa moi: Augsburgerin gewinnt Designpreis für Arbeit zu Bayerischen Schimpfwörtern

Für ihre Arbeit zu bayerischen Schimpfwörtern hat Susanne Mader, Absolventin der Fakultät Gestaltung der Hochschule Augsburg, den Rudo-Spemann-Preis für innovative Schriftkunst gewonnen. Vor kurzem nahm sie den mit 1200 Euro dotierten Preis im Klingspor Museum in Offenach in Empfang.

"Ausgangspunkt für meine Arbeit war der von Natur aus oder traditionell ,grantelnde' und fluchende Augsburger beziehungsweise Bayer", erklärt sie. Auf drei braunen Pappen wird dieser mit Hilfe seiner eigenen Worte "Himmi Herrgott - seids liab", "Zum Deifi noa moi - liab sei jetzt", "Liab sei zefix" zu einem respektvolleren Umgang aufgerufen. Während die Schimpftiraden in gebrochenen, an Frakturschrift erinnernden Buchstaben geschrieben sind, soll eine moderne, weiche Handschrift einen Kontrast beim Aufruf zum "Liabsein" bilden.

Der Preis wird von der Stadt Offenbach im Gedenken an den Kalligraphen Rudo Spemann verliehen. An dem alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerb können sich alle beteiligen, die sich in einer graphischen oder schriftgraphischen Ausbildung befinden. Susanne Maders Arbeit entstand im vergangenen Wintersemester im Rahmen der Lehrveranstaltung "Gestaltungsatelier Schrift - Creative type lab: Written Attitudes" bei Prof. Maurice Göldner.

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