Gefährliche Verstrickungen

Tauben sind häufig Leidtragende der Plastikverschmutzung

Tierschutz / Plastiknetze bedrohen Vögeln und Kleintiere

Augsburg. Beim Stichwort „Netze und Tierschutz“ denken die meisten Menschen wohl zunächst an Fischfang und den Schutz von Meereslebewesen. Doch auch an Land ist die Gefahr real. Unsachgemäß angebracht oder achtlos weggeworfen, können Fassaden- oder Pflanzenschutznetze für Tiere ebenso zur tödlichen Gefahr werden, wie Verpackungsnetze, etwa in der jetzt wieder beginnenden Christbaum-Saison. Vor allem Vögel und Kleintiere wie Mäuse und Eichhörnchen, aber auch Füchse, Igel und andere Wildtiere verheddern sich häufig darin.

Sabina Gaßner, Geschäftsführerin des Tierschutzverein Augsburg, kennt das Problem: „Die meisten Netze bestehen aus verwitterungsbeständigem Polyethylen und sind quasi nicht zu zerreißen. Oft bleiben Tiere in den Plastikfäden hängen, geraten in Panik und verstricken sich immer mehr. Todesfälle sind leider die Regel, auch schnüren sich viele Vögel so ein Bein ab.“

So lange noch mit Plastiknetzen gearbeitet wird, sollten Tierfreunde wissen: Je feiner, dunkler und scharfkantiger die Fäden und je grösser die Maschenweite, desto gefährlicher ist ein Netz für Tiere. Wenn überhaupt, sollten daher weiche oder gewobene Netze in möglichst hellen, auffälligen Farben mit einer Maschenweite von höchstens 30 Millimeter verwendet werden. „Und demnächst auch beim Auspacken des Weihnachtsbaumes unbedingt darauf achten“, bittet Gaßner, „dass keine losen Netzteile auf dem Boden liegen bleiben.“

Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e.V., Holzbachstr. 4c, 86152 Augsburg, Tel. 08 21 / 45 52 90-0, www.tierschutz-augsburg.de

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