Greenpeace klagt gegen Atomkraftwerk Gundremmingen

Greenpeace hat die Betreiber des Atomkraftwerks Gundremmingen verklagt.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am Verwaltungsgerichtshof München Klage gegen das Atomkraftwerk Gundremmingen eingereicht. Den Konzernen RWE und Preußen Elektra soll die Betriebsgenehmigung entzogen werden.
Das berichtet der Bayerische Rundfunk. Das Kernkraftwerk, begründet Greenpeace, sei nicht ausreichend vor einem möglichen terroristischen Angriff geschützt. Der Betonmantel beider Reaktoren sei zu dünn, argumentieren die Aktivisten, um etwa einer Attacke mit einem Passagierflugzeug standzuhalten. Deshalb müsse man sie abschalten.

Um das leistungsstärkste Kernkraftwerk Deutschlands ranken sich schon lange Diskussionen. Zuletzt belegte ein von den Grünen in Auftrag gegebenes Gutachten, dass seine beiden Blöcke nicht genügend erdbebenresistent seien. Im November war publik geworden, dass in Block C fehlerhafte Hüllrohre verbaut sind. Das bayerische Umweltministerium ging allerdings nicht von einem Sicherheitsrisiko aus.
Block B des Kraftwerks wird Ende des Jahres abgeschaltet, Block C soll 2021 vom Netz gehen.

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