Region: Augsburg Stadt

Lateinamerikatage 2018

von LeserReporter Sylvia Hank

Der Monarchfalter legt alljährlich auf der Wanderung zwischen Mexiko und den USA tausende Kilometer zurück – unbeeindruckt von Grenzen und Mauern. Der „Mariposa Migrante“ ist deshalb in diesem Jahr Titelmotiv der Lateinamerikatage, die am 4. Mai in Augsburg beginnen. Die Werkstatt Solidarische Welt und ihre Kooperationspartner haben eine Reihe mit vielfältigen Perspektiven auf den Kontinent zusammengestellt. Dabei geht es nicht nur um Migration. Auch die traditionelle Fischerei in Brasilien, Frauen und ihre Rolle im Kaffeeanbau, Landbesetzung in Chile oder der umstrittene Rohstoff Palmöl sind Themen.

Den Auftakt der Reihe macht die „Fiesta Solidaridad“ im Kulturcafé Neruda: Der Abend beginnt um 19 Uhr mit einer Solidaritätsaktion für die ermordete brasilianische Politikerin und Menschenrechts-Aktivistin Marielle Franco (4.5. ab 19 Uhr).

Das Schwerpunktthema Flucht und Migration greift die Reihe gleich doppelt auf: Gaba Reyes aus Honduras, Aktivistin für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi und Trans orientierten Menschen (LGBT) spricht an der Uni Augsburg über ihre Erfahrungen und über die Umstände, die sie zur Flucht zwangen. (9.5., 19 Uhr). Highlight ist die Eröffnung der Amnesty-Ausstellung „Wo sind sie? Kein Mensch verschwindet spurlos“, die das gewaltsame Verschwindenlassen von Menschen in Mexiko thematisiert. Zur Vernissage am Sonntag, 13. Mai, spricht Wolfgang Grenz von Amnesty International. Musikalisch wird der Abend von „Brazilian Affair gestaltet. Die Ausstellung ist bis zum 20. Juni im Annahof zu sehen. 

Das umfassende Programm mit allen zwölf Veranstaltungen, den Kooperationspartnern und weiteren Infos finden Sie online unter www.werkstatt-solidarische-welt.de

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