Medizinischer Vollgesichtsschutz aus dem 3D-Drucker

Vollgesichtsschutz Made in Augsburg – aus den 3D-Druckern der Uni Augsburg kommen Halter und Versteifungsschiene, die Schutzfolie dazwischen ist austauschbar.

Das Institut für Materials Resource Management unterstützt das Universitätsklinikum Augsburg in Zeiten der Corona-Pandemie mit persönlicher Schutzausrüstung, die mittels 3D-Druck hergestellt wird.

Bei der Ausstattung für sein medizinisches Personal kann das Universitätsklinikum Augsburg auf die regionale Wissenschaft und Industrie zählen. Das Institut für Materials Resource Management (MRM) der Universität Augsburg beispielsweise liefert die Halterungen für einen medizinischen Vollgesichtsschutz aus dem 3D-Drucker. Das MRM ist eines der rund 400 Mitglieder des auch in Augsburg stark vertretenen Dachverbandes Composites United, einem der weltweit größten Netzwerke für faserbasierten multimaterialen Leichtbau.

Vermittelt wurde die Kooperation von der Medizinischen Fakultät. Der Gesichtsvollschutz besteht aus zwei gedruckten Kunststoff-Teilen: einem Halter, der mit einem Gummiband am Kopf befestigt wird, und einer Versteifungsschiene. Beide Teile können desinfiziert und wiederverwendet werden. Der Sichtschutz dazwischen besteht aus einer austauschbaren Folie.

„Wir produzieren rund um die Uhr“, so Materialwissenschaftler Prof. Dr. Markus Sause vom MRM, der die Herstellung organisiert. Zusätzlich zu den acht 3D-Druckern an der Universität sind auch etliche private Geräte von Mitarbeiter*innen im Einsatz. So „können wir rund 50 Stück in 24 Stunden produzieren“, freut sich Sause.

Einige der nun so gefragten 3D-Drucker werden sonst für Forschungsarbeiten im Projekt „Wissenstransfer Region Augsburg (WiR)“ eingesetzt. Das Projekt basiert auf der Überzeugung, dass Forschungsergebnisse Anwendung finden und in Gesellschaft und Wirtschaft zu Innovationen und neuen Produkten werden müssen. Gewissermaßen „sind die aktuellen Aktivitäten gelebter Wissenstransfer und wir freuen uns, in der momentanen Situation der Gesellschaft direkt etwas zurückgeben zu können“, erläutert Prof. Siegfried Horn vom MRM, der dieses Projekt gemeinsam mit Prof. Wolfgang Reif von der Fakultät für Angewandte Informatik leitet. (pm)

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