Mehr Forschung zum Rückgang der Arten und dessen Ursachen

Foto: Christine Kamm

Die Ortsgruppe Augsburg BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) nimmt Stellung zum geplanten Artenschutzzentrum

Mehr Forschung zum Rückgang der Arten und dessen Ursachen „Angesichts des dramatischen gegenwärtigen Artensterbens brauchen wir deutlich mehr Forschung über den Rückgang der Arten und dessen Ursachen. Wir wissen vielfach nicht, welche Arten wegsterben und kennen nur teilweise die spezifischen Ursachen.“ Von den 3250 Schmetterlings-Arten in Bayern sind ca. 400 Arten (= 13%) seit 2000 verschwunden! Von den 515 Bienenarten in Bayern (585 sind es in Deutschland), davon sind mind. 1/3 auf der Roten Liste geführt! Diese Zahlen sprechen für eine Trendwende beim Artenschutz und die Dringlichkeit des geplanten Artenschutzzentrums.

Das meint Christine Kamm, 1. Vorsitzende des BN, Ortsgruppe Augsburg. Sie meint: „Um wirksam zu handeln, brauchen wir auch mehr Forschung.“ Augsburg ist hierfür ein guter Standort. Nicht nachvollziehbar ist jedoch, warum dieses Zentrum, das bereits in der letzten Legislaturperiode von der damaligen CSU-Staatsregierung beschlossen und vom damaligen Umweltminister Marcel Huber verkündet wurde, bis heute nicht mit den ausreichenden Mitteln ausgestattet wurde und die Stellen größtenteils nicht geschaffen und ausgeschrieben wurden. Die zugesagten 25 neuen Artenhilfsprogramme für Schmetterlinge, holzbewohnende Käfer oder Moorlibellen sind noch nicht umgesetzt.

Christine Kamm: „Der Entscheidung für das Artenschutzzentrum müssen jetzt auch Umsetzungsschritte folgen. Wir brauchen neben der Forschung wesentlich mehr Maßnahmen gegen das Artensterben in der Fläche. Diese bedürfen aber eines Monitorings und einer Erfolgskontrolle, damit der Artenschutz nicht zu einem Aktionismus verkommt. Leider müssen wir feststellen, dass viele gut gemeinten Aktivitäten nicht die Ziele erreichen, die erreicht werden sollen. (Z.B. Blühstreifen neben intensiv genutzten Landwirtschaftsflächen). Wir wissen auch, dass es nicht genügt, nur lokale Maßnahmen zu ergreifen. dass wir mit Biotopinseln auf Dauer keine stabilen Populationen erhalten können. Wir brauchen dringend mehr Forschung, großräumige Planungen und ein gutes Monitoring, um das Artensterben zu stoppen und die dringend erforderliche Trendumkehr zu erreichen.

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