SPRUNG IN DEN TOD - Alfred Wallons dritter Augsburg-Krimi erscheint im April

von LeserReporter Alfred Wallon aus Augsburg-Stadt

„ ...Manchmal gibt es Dinge im Leben, auf die man einfach nicht stolz sein sollte. Auch wenn der Arzt behauptet, dass sie unbedingt nötig sind und dazu beitragen, das körperliche Wohlbefinden deutlich zu verbessern. Ich selbst kam mir jedenfalls schrecklich albern vor, als ich mich an diesem Mittwochmorgen dazu entschloss, mich mit zwei Nordic Walking-Stöcken zu bewaffnen und einige Runden durch den Wittelsbacher Park zu drehen. Im Grunde genommen war das nichts Außergewöhnliches, wie ich mir immer wieder einzureden versuchte – aber bei längerem Nachdenken bildete sich trotzdem die Vorstellung, wie lächerlich es eigentlich aussah, wenn ein erwachsener Mann wie ich mit zwei Stöcken durch den Park rannte und fest daran glauben sollte, dass sowas gut tat ...“

So beginnt Alfred Wallons dritter Augsburg-Krimi SPRUNG IN DEN TOD, der im April als Taschenbuch und eBook im BLITZ-Verlag erscheint. Der Privatdetektiv Frank Gerber, der bereits in Wallons erstem Krimi DAS AUGSBURG-EXPERIMENT eine wichtige Rolle spielte, steht auch in diesem Roman wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Nur hat Wallon diesmal die Erzählperspektive geändert und schildert die Ereignisse aus Sicht des Protagonisten Frank Gerber.

„Diese Art der Perspektive lässt mir bewusst viel Freiraum, bestimmte Stimmungen und Emotionen in Worte zu fassen“, sagte Alfred Wallon. „Ich habe deshalb bewusst an vielen Stellen einen teilweise sehr ironischen Schreibstil gewählt. Der eine oder andere Leser wird das sicherlich mit einem amüsierten Augenzwinkern zur Kenntnis nehmen.“

Wallons Privatdetektiv Frank Gerber ist ein Mann Mitte Vierzig, der keine große berufliche Karriere oder gar ein Studium vorzuweisen hat. Auch der Job als Privatdetektiv bringt ihn manchmal ins Grübeln, wie er seinen monatlichen finanziellen Verpflichtungen am besten nachkommt und den Gerichtsvollzieher so weit wie nur möglich auf Distanz hält. Was mehr oder weniger damit zu tun hat, dass er nicht jeden Fall erfolgreich abschließt und ab und zu mal von einer Pechsträhne verfolgt wird.

Sein bester Freund ist ein freier Journalist namens Joachim „Jo“ Poschmann, der Gerber den einen oder anderen Autrag vermittelt und deswegen nicht immer dafür gelobt wird. Insbesondere dann, wenn Hauptkommissar Robert Brandner von der Augsburger Mordkommission davon erfährt. Auch Brandner ist eine Figur Wallons, die schon in den anderen beiden Krimis mitspielte.

Kommt Ihnen das alles irgendwie bekannt vor? Stimmt, denn die Ähnlichkeit zu dem TV-Detektiv Wilsberg ist nicht ganz zufällig. Auch der mischt sich immer wieder auf seine Weise in Fälle ein, über die die Polizei alles andere als erfreut ist. Der amerikanische Seriendetektiv Jim Rockford (gespielt von James Garner) war in den 70er und 80er-Jahren eine von Wallons Lieblingsfiguren, und sicherlich findet sich der eine oder andere Charakterzug von beiden Detektiven auch bei Frank Gerber wider.

Warum es geht? Eine erste Info findet man im Klappentext des Romans, der schon auf der Homepage des Verlages zu sehen ist:

Laura Hollisch war viel zu jung, um zu sterben. Trotzdem setzte sie ihrem Leben ein Ende, und sprang vom Balkon eines Appartements im Augsburger Hotelturm in den Tod. Für die Polizei war es nur ein Selbstmord. Aber was hatte Laura zu diesem tragischen Schritt veranlasst?
Ich hatte Lauras Vater versprochen, die Hintergründe aufzuklären, nachdem die Polizei die Ermittlungen kurz darauf eingestellt hatte. Deshalb versuchte ich mehr über die letzten Monate von Lauras Leben herauszufinden. Sie war eine junge und dennoch sehr verzweifelte Frau, denn sie hatte Gewalt in der Familie erfahren müssen. Erst als sie den Investmentberater Lars Radinger kennenlernte, hoffte sie darauf, dass das Leben ihr noch eine Chance bot. Stattdessen geriet sie immer tiefer in einen Sumpf, der sie zerstörte …
Mein Name ist Frank Gerber. Ich bin Privatdetektiv, und ich kenne die menschlichen Abgründe zur Genüge. Was ich jedoch nach Lauras Tod herausfand, wurde auch für mich sehr bald zum Risiko. Denn diejenigen, denen ich auf die Schliche gekommen war, wollten mich so schnell wie möglich zum Schweigen bringen!

Einige Schauplätze der Handlung dieses Romans kennt Wallon sehr gut. Auch das Foto des Hotelturms auf dem Titelcover stammt von ihm und wurde von der Grafikabteilung des Verlages entsprechend düster in Szene gesetzt.

„Es könnte gut möglich sein, dass bei entsprechender Leserresonanz Frank Gerber wieder einen Fall lösen wird“, meint Alfred Wallon. „Der Verlag lässt mir diese Möglichkeit.“

Außer dem dritten Augsburg-Krimi erscheinen im April ebenfalls zwei weitere Bände von Wallons historischer Serie DIE FORTS AM BOZEMAN TRAIL. Die Bände 1 und 2 starteten im November und gehören zu denjenigen Neuerscheinungen des Verlages, die auf sehr positive Resonanz der Leser stieß. Deshalb folgen die Bände 3 und 4 bereits im April. Zur Zeit schreibt Wallon den vierten Band, der in knapp sechs Wochen fertiggestellt sein wird. „Anschließend mache ich mir Gedanken über die Bände 5 und 6 dieser Serie und werde diese als nächstes schreiben“, sagt Alfred Wallon. „Die sollen nämlich auch noch im Herbst dieses Jahres erscheinen.“

Trotz dieser Auslastung plant Wallon noch ein weiteres Buchprojekt für den BLITZ-Verlag, das spätestens 2021 umgesetzt werden soll. „Diesmal sind es historische Romane, die um 1840 in Texas spielen“, sagt der Augsburger Schriftsteller. „Da gibt es ganz viele historische Ereignisse, über die hierzulande kaum etwas geschrieben wurde. Es wird also spannend.“

Weitere Infos findet man auf der Homepage des Verlages, der in diesem Jahr übrigens sein 25-jähriges Jubiläum feiert:

http://www.blitz-verlag.de

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