Steckbrief: Farbenzwerg

Wolli ist ein neugieriger kleiner Farbenzwerg

Oder: Welches Tier passt zu mir?*

Allgemein: Farbenzwerge gehören zu den Zwergkaninchen. Die kleinen tagaktiven Fellträger wiegen lediglich ein bis eineinhalb Kilogramm und sind beliebte Haustiere. Ihr Körper ist rundlich, der Kopf relativ groß, die für Hasenartige kurzen Ohren stehen und das Fell ist flauschig weich. Die geselligen Farbenzwerge wurden aus weißen Hermelin- und Wildkaninchen gezüchtet. Deren Heimat liegt in Südwesteuropa, hauptsächlich im heutigen Spanien. Als ursprüngliche Steppentiere sind sie noch heute zwar grundsätzlich interessiert bis neugierig, aber auch sehr schreckhaft. Farbzwerge können zwar behutsam gestreichelt werden, eigenen sich aber nicht zum Kuscheln und Schmusen.

Lebenserwartung: 8 – 10 Jahre

Haltung: Auch Farbzwerge sind sehr gesellig und müssen mindestens zu zweit gehalten werden. Sie brauchen reichlich Platz, denn sie bewegen sich viel und graben gern. Täglicher Auslauf ist wünschenswert, im Sommer möglichst im Freien (Achtung: Schatten und Untergrab-Schutz), sonst auch in der Wohnung (Achtung: kein Knabbern an Elektrokabeln). Für die agilen Tiere eignet sich am besten ein geräumiger Käfig, gern auch ein ganzes Zimmer. Darin neben Rinde, Heu oder Kleintierstreu als Einstreu und zum Wühlen größere Rindenstücke, Röhren, Äste, Kletter- und verschieden hoch angebrachte Liegegelegenheiten sowie für jeden Farbzwerg ein Häuschen oder eine Kunsthöhle zum Verstecken und Schlafen.

Futter: Farbzwerge sind Pflanzenfresser und müssen immer fressen. Sie brauchen Heu, „verfeinert“ mit Kräutern, Salaten und Grünfutter, ab und zu etwas Gemüse, selten Obst, aber täglich frisches Wasser.

Zum Tierarzt bei: Apathie, Atemgeräusche, Bindehautentzündung, Blähbauch, Durchfall, Fieber, Fressunlust, Nasen-/ Ohrenausfluss, teigige oder knotige Schwellungen. Impfungen gegen RHD, Kaninchenschnupfen, Myxomatose, Koli-Bakterien und Clostridien. Speziell bei Farbenzwergen stehen recht oft die unteren Schneidezähne über den oberen. Das verhindert naturgemäßes Fressen und Nagen, dann muss der Tierarzt die Zähne regelmäßig mit der Trennscheibe kürzen.

* Ein Service des Tierschutzvereins Augsburg und Umgebung e.V.

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