Steckbrief: Haushuhn

Glückliches Haushuhn im Garten

Oder: Welches Tier passt zu mir?*

Allgemein: Das Haushuhn war bereits vor rund 6000 Jahren in Südostasien bekannt, wo es aus dem wilden Bankivahuhn gezüchtet worden war. Moderne Hühner sind bis zu rund 40 cm große bodenorientierte Laufvögel. Weltweit gibt es unzählige Hühnerrassen, allein in Deutschland mehr als 180. Die Tiere sind sozial und intelligent, neugierig und gelehrig, mit unterschiedlichem Gemüt von kämpferisch bis zutraulich.

Als Haustiere erfreuen sich Hühner zunehmender Beliebtheit. Immer mehr Gartenbesitzer nutzen die Vorteile typischer „Zwiehühner“ als Eier- und Fleischlieferanten, züchten als Tierfreunde seltene Rassen oder haben einfach Freude an den schönen Vögeln. Entsprechend vielfältig sind die Erscheinungsformen und Farbschläge von Hühnern. Da gibt es zum Beispiel robuste braune oder weiße Altsteirer, prächtige blauschwarz schimmernde Augsburger, menschenfreundliche blau-weiß gebänderte Wyandotten, legefreudige rebhuhnfarbige Zwerg-Welsumer und viele mehr.

Lebenserwartung: 4 – 9 Jahre in Hühnerhaltung

Haltung: Hühner leben in gut organisierten Kleingruppen (Hackordnung!) mit möglichst einem erwachsenen Hahn. Sie müssen gackern, krähen und scharren. Sie brauchen Auslauf im Grünen, je größer desto besser, sowie einen Stall mit Sitz- und Schlafstangen auf etwa gleicher Höhe. Außerdem sollten ihnen Legenester und Sandbäder zur Verfügung stehen, auch niedriges Buschwerk mögen sie gern.

Futter: Hühner sind Allesfresser, bei artgerechter Haltung auf offenem Boden bevorzugen sie Gras, Körner, Insekten, Schnecken und Würmer. Muschelkalk und fertiges Hühnerfutter eignen sich als stets verfügbare Ergänzung, ebenso vitaminreiches Frischfutter wie Gemüse, Obst und Eiweiß. Wahre Leckerbissen sind etwa Beeren, Brennnessel, Äpfel oder Mehlwürmer. Nicht geeignet sind Avocados und Zitrusfrüchte. Unabdingbar ist eine Tränke mit stets reichlich frischem Wasser.

Hühner kauen nicht, Nahrung wird in ihrem Kaumagen zersetzt und durch mitgefressene Steinchen zerrieben.

Zum Tierarzt bei: Außerhalb der meist zu Beginn des Winters eintretenden Mauser sollten ein stumpfes zerrupftes Federkleid und kahle Stellen beobachtet werden. Milben, Fußräude und die parasitär bedingte Kokzidiose können bei Hühnern vorkommen, selten sind Geflügelpest, die infektiöse Coligranulomatose oder die impfpflichtige Newcastle-Krankheit. Empfehlenswert sind regelmäßige Impfungen der Hühner und mindestens einmal im Jahr ein vorsorglicher Tierarztbesuch.

* Ein Service des Tierschutzvereins Augsburg und Umgebung e.V.

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