Steckbrief: Laubfrosch

Auch in Europa kommt der hübsche grüne Laubfrosch häufig vor

Oder: Welches Tier passt zu mir?*

Allgemein: Weltweit gibt es unzählige Arten Laubfrösche, allen gemeinsam sind die charakteristischen Haftscheiben am Ende der Zehen und Finger. Sie sind versierte Kletterer und leben bevorzugt in wasserreicher Umgebung mit viel Blattwerk. Die grün-grau grundierten Amphibien werden 3–14 cm groß und haben kräftige Hinterbeine.

Vor allem die bunteren Spezies werden gern als Haustiere in Terrarien gehalten, vom Amerikanischen Laubfrosch über den Korallenfinger- bis zum Rotaugen-Laubfrosch. Auch in menschlicher Obhut quaken Frösche zeitweise laut und ausdauernd. Außerdem haben sie empfindliche Haut und sind keine Streicheltiere.

Einzelne Arten sind geschützt. Grundsätzlich empfiehlt sich daher, Laubfrösche aus Nachzuchten zu kaufen. Ebenfalls wichtig für den Artenschutz: nicht-einheimische Laubfrösche nie in heimische Gewässer oder auch nur den Gartenteich setzen

Lebenserwartung: 5 bis 12 Jahre, einzelne Arten bis zu 20 Jahre

Haltung: Laubfrösche können einzeln, paarweise oder in Kleingruppen gehalten werden. Wichtig ist ein ausreichend großes und möglichst hohes (Sprungkraft der Laubfrösche!) Terrarium mit genügend Sitz-, Ruhe- und Versteckgelegenheiten für jedes Tier. Empfohlen werden Tagestemperaturen von 22 – 28 Grad Celsius und eine Nachtabsenkung auf etwa 20 °C, Besprühen oder Beregnen hält die Luft feucht. Manche Laubfrösche überwintern, zuhause im Kühlschrank bei 8° C oder im Zimmerterrarium bei 18° C.

Die eingestreute Terrarienerde oder Kokossubstrat immer leicht feucht halten. Wer statt natürlicher Bepflanzung Blattpflanzen im Topf einsetzt, tut sich mit dem Säubern leichter. Die Ausstattung vervollständigen Korkwände, Wurzeln, Zweige, Lianen, Aströhren sowie ein flaches Wasserbecken. Das muss täglich gereinigt und frisch gefüllt werden, außerdem stets Futterreste und Kot entfernen.

Futter: Laubfrösche sind Fleischfresser, das heißt lebende Kleintiere und Insekten wie Heimchen, Grillen, Heuschrecken oder Schaben, Regenwürmer und Nacktschnecken, seltener Mehlwürmer oder Wachsmotten, dazu Mineralstoffpräparate für gesunde Knochen. Es genügt, erwachsene Tiere etwa jeden zweiten Tag zu füttern.

Zum Tierarzt bei: Knochenerweichung ist häufig bei Laubfröschen, auch auf Abmagern, Haut- und Kotveränderungen ist zu achten. Im Notfall hilft ein amphibienkundiger Tierarzt.

* Ein Service des Tierschutzvereins Augsburg und Umgebung e.V.

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