Region: Augsburg Stadt

Steckbrief: Meerschweinchen

Nur mit Artgenossen werden Meerschweinchen glücklich

Oder: Welches Tier passt zu mir?

Allgemein: Meerschweinchen gehören wie ihre Verwandten Wasserschwein und Pampahase zu den Nagetieren. Die Eigentlichen Meerschweinchen sind ursprünglich in mittleren und höheren Lagen Südamerikas zuhause. Dort wurden sie schon früh als Haus- und Nutztiere (Fleisch) gehalten.

Seeleute brachten die kleinen Pelztiere ab dem 16. Jahrhundert in ihre Heimatländer, woher auch der Name stammt. In Europa sind Meerschweinchen beliebte Haustiere, auch, weil sie im Freien oder in der Wohnung gehalten werden können. Sie sind tag- und dämmerungsaktiv, gesellig und werden 20 bis 30 Zentimeter groß. Sie sind aber auch Beute- und Fluchttiere, Kuscheln mögen sie nicht.

 

Lebenserwartung: 6 bis 8 Jahre, bis zu 10 Jahre möglich

 

Haltung: Nötig ist mindestens Paar-, besser Gruppenhaltung. Der Käfig oder das Gehege kann oben offen, sollte aber so groß wie möglich sein, am besten mit zwei Etagen und abwechslungsreicher Gestaltung. Das wären zum Beispiel Rampen, Leitern, Röhren, Wurzeln, Rinde, Natursteine oder ein Ziegel, Schattenplätze, Verstecke sowie (Schlaf-)Höhlen. Staubarme Einstreu, Heuraufe und fester Trinkwassernapf komplettieren das zugluftgeschützte Meerschweinchen-Zuhause. Gefahr von oben (auch menschliche Hand!) stresst die Tiere, sie reagieren mit Flucht oder ‚Schreckstarre‘.

 

Futter: Meerschweinchen sind Pflanzenfresser und fressen mit Pausen den ganzen Tag über. Neben frischem Trinkwasser bildet täglich reichlich gutes Heu die Grundlage ihres Speiseplans. Dazu mäßig und abwechselnd frisches Grünfutter (Gras, Kräuter, Löwenzahn, Apfel- und Birnenblätter …) oder auch mal etwas Obst und Gemüse wie Apfel, Karotte, Sellerie, Paprika und Fenchel. Achtung: Kein Steinobst oder Zitrusfrüchte, Vorsicht auch mit Salaten!. Wichtig sind ungespritzte Obstbaum-, Weiden-, Ahorn- oder Haselnussäste zum Benagen und Abnutzen der beständig wachsenden Zähne.

 

Zum Tierarzt bei: Appetitlosigkeit, auffällige Gewichtsab- oder -zunahme, Ballenentzündung, Lippengrind, struppiges Fell, Zuckungen. Regelmäßige Krallen- und Zahnkontrollen sind nötig, im Fall von Koliken keine Zeit verlieren und jederzeit sofort zum Tierarzt.

 

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