Steckbrief: Siamkatze

Im Tierheim fand Siam-Kater Carlo viele Bewunderer – und schnell ein neues Zuhause

Oder: Welches Tier passt zu mir?*

Allgemein: Schlanke, „elegante“ Kurzhaarkatze, mittelgroß, doch mit langen Beinen, mit dreieckigem Gesicht und mandelförmigen blauen Augen. Siamkatzen oder „Siamesen“ sind Teilalbinos, zu ihren Merkmalen gehört auch die markante Pointierung, das heißt, hervortretende Körperteile (sog. Points) wie Nase, Ohren, Pfoten, Schwanz und bei Katern der Hodensack sind deutlich dunkler gefärbt als das restliche. Die vier variantenreich aufgefächerten Grundfarben heißen Blue Point, Chocolate Point, Lilac Point und Seal Point.

Siamkatzen sind intelligent, gutmütig, lebhaft, verspielt und „gesprächig“, außerdem Artgenossen, Menschen und anderen Haustieren gegenüber sehr sozial. Außergewöhnlich ist, dass sich Siamkatzen bei entsprechender Gewöhnung bereitwillig an der Leine führen lassen.

Ihren Namen verdanken Siamkatzen ihrem Ursprungsland „Siam“, der alten Bezeichnung für Thailand. In Europa begann ihre Zucht Ende des 19. Jh. in Großbritannien. Die heutige „Siamkatze“ gilt als „moderner Typ“, im Gegensatz zur „traditionellen“ sog. „Thaikatze“.

Lebenserwartung: bis zu 20 Jahre

Haltung: Einzelhaltung ist für die sozialen Siamkatzen ungeeignet. Außerdem brauchen die bewegungsfreudigen Tiere ausreichend Raum, feste Kratzbäume und Klettermöglichkeiten. So manche Siamkatze reagiert auch auf Clickertraining oder apportiert sogar. Da Siamkatzen fast keine Unterwolle aufweisen, sind sie vergleichsweise nässe- und kälteempfindlich. Das kurze weiche Fell sollte etwa einmal pro Woche gebürstet werden, auch als Massage.

Futter: Fleisch in Form von Feucht- und nicht zu kleinteiligem Trockenfutter (Kauen!). Wie bei allen Katzen: Keine Milch, keine Knochen, keine Wurstpellen. Stets frisches Wasser.

Zum Tierarzt bei: Apathie, Durchfall, Erbrechen, Schnupfen, verklebte Ohren, Mundgeruch oder Nachtblindheit. Wie bei allen Point-Katzen kommen Schielen und Augenzittern häufig vor, sind aber nicht besorgniserregend. Das Risiko für schwerere Augenprobleme (Glaukom, Netzhaus-Atrophie) ist bei Siamkatzen aber zuchtbedingt erhöht, ebenso für Atemwegserkrankungen und Parodontose. Gehäuft treten auch Mamma- und Adenokarzinome auf, regelmäßige tierärztliche Vorsorge ist geraten.

* Ein Service des Tierschutzvereins Augsburg und Umgebung e.V.

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