Region: Augsburg Stadt

Stress und Burnout - und was man dagegen unternehmen kann

von LeserReporter Alfred Wallon

Vor einigen Tagen traf ich Yuliya Pitzl aus Königsbrunn.
Als B.Sc. Psychologie und Coach in Sachen Stressbewältigung und Burnout hat sie viele Erfahrungen gesammelt und mir einiges darüber erzählt. Daraus ist dann das nachstehende Interview entstanden.

Frau Pitzl, bevor wir auf die Thematik Stress und Burnout eingehen, würde ich Sie bitten, uns etwas über Ihren beruflichen Werdegang zu erzählen und weshalb Sie sich für diese berufliche Richtung entschieden haben.

Es wird wahrscheinlich sehr banal klingen wie in einem klassischen Bewerbungsanschreiben, dass ich mich schon als Kind für psychologische Themen sehr interessiert hatte. Aber es ist wahr. Zum größten Besorgnis meiner Eltern habe ich mich als Kind viel mit den sozial bedürftigen Menschen unterhalten. Z.B mit Alkoholabhängigen in öffentlichen Parks, oder Obdachlosen auf der Straße.
Ich bin geboren und aufgewachsen in der Ukraine, in einem kleinen und malerischen Ort Kateryniwka (Gebiet Kirowohrad), und nach der Wende gab es viel Armut in meiner Heimat, obwohl es meiner Familie schon immer gut ging, also ich und meine Familie waren nie davon betroffen. Und dennoch hatte ich ein wahnsinniges und unerklärbares Mitgefühl zu Menschen in Not.
Meine Mutter hat mich mal gefragt: „Worüber sprichst du mit denen? Du hast doch mit ihnen nichts Gemeinsames?“
Dann antwortete ich: „Ich will es nur nachvollziehen, warum sie das machen, was sie fühlen, was hat sie dazu getrieben?“
Also ich habe mir schon als Kind sehr viele Gedanken über die fremden Menschen gemacht. Ich glaube, das habe ich von meinen Großeltern vererbt und beigebracht bekommen. Sie waren beide Menschen großen Herzens und haben mir auf den Weg das wichtigste Rüstzeug mitgegeben – Liebe zu Menschen und Glauben an das Gute und an sich selbst.
Meine erste Berufswahl ging in Richtung Medizin, auch meine schulischen Leistungen waren auf dem besten Niveau, aber das Studium an der medizinischen Universität in der Ukraine hat damals ein Vermögen gekostet, und das war für uns unbezahlbar. Jetzt denke ich oft, dass es so kommen sollte, denn nach sehr vielen beruflichen Umwegen (zuerst Studium der Germanistik und Anglistik in meiner Heimatstadt, danach eine kaufmännische Ausbildung mit diversen Fortbildungen in Deutschland und zum Schuss ein Studium der Psychologie an der Universität in Hagen) bin ich dort angekommen wohin ich gehöre. Das ist meine feste Überzeugung.
Und ich muss dazu sagen, dass ich in diesem ständigen Such- und Bildungsprozess nicht aus Liebe zum Studieren war, und schon gar nicht wegen der finanziellen Vorteile, denn jedes Studium habe ich mir selbst, ohne staatliche Hilfe finanziert. Der Grund dafür war, dass ich in keiner Tätigkeit eine vollkommene und mich erfüllende Sinnhaftigkeit gesehen habe, bis ich anfing, beratend und psychologisch tätig zu werden.
Und genau diese Sichtweise, versuche ich meinen Teilnehmern in Trainings und Coachingsettings weiterzugeben. Ich bin unter anderem als Dozentin und Coach im Erwachsenenbildungsbereich bei der IHK Akademie Schwaben, unter anderem in Bereichen der Berufsorientierung, Bewerbungstraining sowie Karriere- und Laufbahnberatung tätig.

Wann haben Sie zum ersten mal Berührungen mit Stress gehabt? Und welche Auswirkungen hatte das für Sie persönlich?

Das erste Mal war das bestimmt nicht, aber ich kann mich an eine sehr eindeutige und jetzt für mich absolut erklärbare Körperreaktion erinnern. Ich war etwa 17 oder 18 Jahre alt, und es war eine unglückliche Liebe/Trennung, die mich gerade beschäftigt hat. Ich habe auf einmal festgestellt, dass ich keine Farben mehr wahrnehme, also ich stand auf dem Balkon, es war Frühling, und die Bäume waren grün und haben geblüht, ich hatte aber schwarz/weiß unterscheiden können. Oder es gab noch eine, wahrscheinlich die größte Stressreaktion in meiner Kindheit, als ich eine Aufführung auf der Bühne hatte, ich spielte Akkordeon, damals war ich 12 und hatte so eine Panik schon vor dem Auftritt gehabt, dass ich mich auf der Bühne nicht mehr an das Stück erinnern konnte, obwohl ich es perfekt auswendig - blind, wenn Sie wollen - jahrelang gespielt hatte. Es war eine Blamage für mich.
Ich hatte einige Monate gebraucht, um das zu verarbeiten. Aber ich wusste damals einfach nicht, wie man sich effektiv beruhigen kann, denn eine leichte Aufregung in solchen Fällen ist eher förderlich und dient der Aktivierung der Gehirntätigkeit. Eine übermäßige führt im Gegenteil zum sogenannten Blackout, Tunnelblick, Versagen von Feinmotorik etc.

Wie sehen Sie die heutigen Arbeitsverhältnisse generell? Stress und Burnout sind mittlerweile ein fester Bestandteil der Berufswelt … leider.

Das ist ein großes Thema der heutigen Arbeitswelt. Die Anforderungen an Mitarbeiter sind um einiges gestiegen, und viele Unternehmen haben immense Personalausfälle - aus diesem Grund. Krankheitsbedingte Fehlzeiten treten vermehrt aufgrund von psychischen Problemen auf. Es wird viel Verantwortung, Druck und Aufgaben dem Mitarbeiter übertragen, was nicht immer schlecht sein muss, aber sehr gefährlich sein kann. Die Unternehmen werden immer globaler und Prozesse immer komplizierter, was auch zu vermehrter Aufnahmefähigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit des Informationsflusses führt. Unter bestimmten Umständen beansprucht das unser Gehirn so sehr, dass Körper und Geist anfangen, sich dagegen zu wehren.
Hinzu kommen noch solche Probleme wie unklare Zuständigkeiten, Konflikte in Teams oder mit dem Vorgesetzten, Unsicherheit über die Arbeitsstelle (z.B. aufgrund der Befristung oder angekündigter Umstrukturierung des Unternehmens) sowie z.B. Pendeln zur Arbeitsstelle etc. Die daraus oft resultierenden Überreizungen und Überlastungen der Mitarbeiter mindern nicht nur ihre Leistung, sondern führen zu diversen psychologischen Belastungen am Arbeitsplatz. Burnout - als ein komplexes Syndrom – ist ein passendes Beispiel dafür.

Wie machen sich die ersten Anzeichen bemerkbar? Gibt es da ein bestimmtes Raster, wie sich diese Krankheiten – man sollte sie auch ruhig so nennen – entwickeln?

Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. Stress ist eine sehr individuelle Sache und wird von allen anders erlebt. Das was ich als „stressig“ erlebe, soll nicht unbedingt für Sie auch ein Stressfaktor sein. Allgemein ist Stress eine Person-Umwelt-Auseinandersetzung und resultiert daraus, wenn ich ein Stressereignis als bedrohlich ansehe oder meine, es nicht bewältigen zu können. Alles hängt von der Person und Art der Belastung ab.
Wenn wir über den Stress im Arbeitskontext im Sinne einer sog. Psychischen Fehlbeanspruchung reden, dann sind die ersten Anzeichen: eine erregt-geänstigte Gespanntheit, Unruhe, Sorge um Erfüllbarkeit der Aufgabe, Hastigkeit und Ungeduld, manchmal Rückzug und soziale Isolierung. Körperlich äußert sich das in Muskelanspannungen, erhöhtem Blutdruck und erhöhter Herzfrequenz, Magenbeschwerden, Schlafstörungen, Tinnitus bis zum Gehörsturz und häufig zu koronaren Herzerkrankungen, um einige zu nennen.
Alkohol, Nikotin und Substanzmissbrauch sind sehr häufige Begleiter vom Stress und „dienen“ eigentlich nur dem Abbau der schon aufgetretenen Stressreaktion. Leider bleiben diese Stressauswirkungen nicht in der Arbeit, wo sie entstanden sind, sondern werden auf das Privatleben übertragen. Somit ist Stress, egal im welchen Bereich er entsteht, allgegenwärtig.

Warum reagieren viele Arbeitnehmer viel zu spät auf die Symptome?

Es gibt verschiedene Gründe dafür. Einer davon ist die Sorge um den Arbeitsplatz, die Angst „das Gesicht zu verlieren“ oder als „psychisch krank“ abgestempelt zu werden. Ein weiterer Grund dafür ist, dass viele Menschen den Stress gar nicht mehr bemerken! Sie leiden oft unter einem chronischen Stress, der leider ein fester Teil ihres Lebens geworden ist.
Eine Klientin berichtete in einem Training vor kurzem über den Tinnitus, mit dem sie seit mehreren Jahren lebt und ihn schon „ganz gut handeln kann“, die andere erzählte, dass sie seit 2 Jahren unter schrecklichen Schlafstörungen leidet und danach sich mit energetisierenden Getränken über den Tag wach hält.
Solche Einstellungen wie „Ohne mich bricht der Laden zusammen“, „Ich muss nur noch paar Jahre durchhalten“, „Das kann ich alles selbst“ halten die Arbeitnehmer davon ab, rechtzeitig Hilfe aufzusuchen. Erschwerend kommt dazu, dass der Stress als normaler, zum Leben gehörender Faktor wahrgenommen wird und nicht die Ursache selbst bekämpft wird, sondern die schon aufgetretene Stressreaktion.

Was sollte man konkret tun, wenn man die Zeichen erkannt hat?

Die Stressquelle oder den Stressor zu erkennen und an dem zu arbeiten. Andere Prioritäten setzten, Gespräche über Konfliktsituationen führen, Zeitmanagement optimieren. Wenn der Stressor Sie selbst sind – also Ihre Gedanken und Einstellungen – dann muss an diesem Punkt angesetzt werden.
Wenn die körperlichen und psychischen Beschwerden schon fortgeschritten sind, dann sollte man unbedingt eine Fachberatung und/oder -behandlung in Anspruch nehmen. Und ganz wichtig, sich zu erholen: qualitativ und ausreichend. Dazu gehört nicht nur gesunder Schlaf, sondern auch ausreichende und wohltuende Bewegung an der frischen Luft, emotionale und körperliche Entspannung, oder eine ganz effektive, regenerative Maßnahme für viele Frauen – Shopping!

Nun kommen Sie ins Spiel. Sie bieten ganz spezielle Präventionsmaßnahmen an. Bitte erzählen Sie uns einiges dazu.

Ich biete spezielle Gruppentrainings zur Stressbewältigung in Alltag und am Arbeitsplatz nach dem Konzept von Prof. Dr. Gert Kaluza und dem GKM Institut in Marburg „Gelassen und sicher im Stress“ an. Herr Kaluza gilt als Guru der Stressforschung in Deutschland und hat seinen wissenschaftlich begründeten und evaluierten Ansatz der psychologischen Gesundheitsförderung durch Stressbewältigung zu einem Kompaktprogramm gemacht. Ich habe mich nach meinem Psychologiestudium in seinem Institut von den Programmentwicklern zur Kursleiterin für dieses Stresspräventionsprogramm ausbilden lassen. Sozusagen aus der ersten Hand.
Die Trainings setzen sich aus festen Modulen zusammen: Entspannungstraining, Mentaltraining, Problemlösetraining, Genusstraining und manchmal ein Zusatzmodul z.B. „Individuelles Gesundheitsprojekt“. Im Entspannungstraining lernt man sich körperlich zu entspannen und gedanklich abzuschalten. Dies ist sehr wichtig, um sich den anderen Bereichen des Trainings zu öffnen und den Tunnelblick (ein häufiger Nebeneffekt beim akuten Stress) wegzubekommen.
In diesem Kurs bediene ich mich der Progressiven Muskelrelaxation nach Jacobson. Im Mentaltraining geht es um unsere Persönlichkeit bzw. die Einstellungen und Vorerfahrungen, sog. persönliche „Stressverschärfer“ und darum wie man sie „entschärft“. In diesem Teil werden kognitive Strategien entwickelt, wie man den Stress „überdenkt“ und das „Kopfkino“ abschaltet.
Viele Teilnehmer erkennen in diesem Teil sehr oft, was sie selbst ein Leben lang falsch gemacht haben und dass so sehr viele Stresssituationen gar nicht entstanden wären, wenn sie eine andere Sichtweise, Einstellung, Überzeugung entwickelt hätten. In diesem Bereich wird intensiv psychologisch gearbeitet, aber natürlich nur soweit der Teilnehmer will und es für ihn förderlich ist. Meistens gelingt es den Klienten sehr gut, und sie sind glücklich über ihre Fortschritte und Erkenntnisse - auch über sich selbst.
Im Problemlösetraining wird an konkreten Problemen gearbeitet, hier erfolgt Konfrontation und problembezogene Auseinandersetzung mit konkreten Belastungen. Es wird eine Problemlösestrategie und vieles andere ausgearbeitet.
Ein Genusstraining dient dazu: die Gegenwelt zu einer Leistungswelt zu entdecken und sie richtig zu genießen. Ich unterstreiche das Wort richtig, denn es geht darum, zu lernen, den größten Erholungswert aus den teilweise bekannten und banalen Dingen herauszuholen. Dieses Modul des Trainings ist eine Reise in die Gebote des Genießens, Ideensammlung, positive Emotionen und Erinnerungen und in den Zustand einer tiefen Zufriedenheit. Eine praktische Übung hier wäre z.B. ein Genussspaziergang.
Die Sitzungen finden wöchentlich statt, 8 oder 12 mal á 120 Minuten, oder man kann das Programm an 2 vollen Tagen genauso absolvieren. Dieser Kurs kann sowohl von Privatpersonen als auch von Unternehmen in Anspruch genommen werden. Das Programm hat konkreten Alltags- und Gegenwartsbezug, dient dem Aufbau von Änderungsmotivation, Kompetenzorientierung, Achtsamkeit, dem Wechsel von Problemkonfrontation und Problemdistanz, bringt Struktur und Flexibilität in Alltag, fördert soziale Unterstützung und Selbstwirksamkeit und erhöht somit nachhaltig die Lebensqualität.
Ich persönlich beurteile es als ein sehr gutes und kompaktes Instrument - sowohl für Angestellte und Führungskräfte im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements als auch für Privatpersonen.

Wie ist die Unterstützung der Krankenkassen in solchen Fällen? Wird hier finanzielle Hilfe gewährt?

Das Programm ist als ein verhaltenspsychologisches Training konzipiert und lässt sich als 8-Wochen-Programm, 12-Wochen-Programm und 2 Tage-Kompaktkurs realisieren. Alle aufgezählten Varianten werden von den deutschen Krankenkassen anerkannt und bezuschusst als ein Präventionskurs nach SGB 20 §5.
Die Höhe des Zuschusses variiert von Krankenkasse zur Krankenkasse und beträgt mind. 75 Euro pro Kurs. Jeder Versicherter hat Anspruch 2 Mal jährlich an so einem Kurs teilzunehmen. Nähere Informationen dazu befinden sich auf den Homepages der Krankenkassen, meist unter der Rubrik „Präventive Maßnahmen/Stressbewältigung“ oder „Gesundheitskurse“. Mein Name als Trainerin sowie der Ort und Preis wird automatisch auf der Anbieterliste erscheinen.

Was raten Sie einem betroffenen Arbeitnehmer

Erstmal auf sich hören, auf den eigenen Körper und die eigene Seele. Sobald die Anzeichen von Stress sich bemerkbar machen, kann es sehr schnell nach unten gehen. Aus einer sog. “Stressspirale“ kommt man mit eigenen Kräften nur sehr schwer heraus. Sinnvolle Hilfe bietet dabei eine gute soziale Unterstützung durch Freunde und Familie. Dennoch ist es oft nicht ausreichend, um auf Dauer den Stress zu bewältigen oder gar nicht entstehen lassen.
Ein sinnvolles Hobby, ausreichende Bewegung, ausgewogene Ernährung, emotionale Unterstützung durch Gespräche oder gemeinsame Unternehmungen mit vertrauten Menschen können eine gute Hilfe sein. Jeder hat seine Strategie, und nach der darf und muss er suchen.
Wenn allerdings diese Mittel nicht ausreichend sind und ein Wohlzustand nicht eintritt, muss man sich helfen lassen. Präventive Gesundheitskurse, psychologische und medizinische Beratung sind die richtigen Anlaufstellen dafür. Ganz falsch wäre in der Situation, sich dem Stress anzupassen, den zu ignorieren und die Stressoren sich schön zu reden.

Stress und Burnout führen in Firmen zu Personalengpässen. Stehen Sie im Dialog mit Firmen deshalb? Was können Sie konkret vor Ort in den Firmen anbieten?

Wie schon erwähnt, gehören diese Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Viele Unternehmen haben zum Glück nicht nur die sozialen, sondern auch die wirtschaftlichen Risiken von Stress erkannt und gehen dagegen vor. Allerdings werden solche Maßnahmen meistens in großen und sehr gut aufgestellten, international agierenden Konzernen angeboten. Sie arbeiten meistens mit Agenturen oder Coachverbänden. Was ich auch schade finde, dass sdie Maßnahmen meistens auf die Führungskräfte abzielen. Es macht bei z.B. Trainings zur effektiven Führung durchaus Sinn. Jedoch vom Stress kann jeder Mitarbeiter, egal welcher Hierarchiestufe betroffen werden; und leider sie bleiben oft auf der Strecke.
Meine Dienstleistungen richten sich an die Gesamtbelegschaft des jeweiligen Unternehmens, angefangen von einem Produktionsmitarbeiter bis zum Vorstandsvorsitzenden. Mein Ziel ist es, mittelständische Unternehmen in der Region zu erreichen und aus den gestressten und demotivierten Personen leistungsfähige und zufriedene Mitarbeiter zu machen. Es gibt auch einige Branchen, wo Handlungsbedarf dringend notwendig wäre! Wie z.B. im Pflegesektor und in Callcentern. Die meisten Studien zum Stress am Arbeitsplatz werden an den Angehörigen dieser Berufe durchgeführt.
Vor Ort kann man die betroffenen Mitarbeiter diagnostizieren, falls nicht eindeutig vorgegeben, und im Rahmen des beschriebenen Programms behandeln. Sicherlich kann an der einen oder anderen Stelle ein individuelles Coaching auch Sinn machen.
Viele Unternehmen greifen zu Kompaktangeboten – wie 2 Tage-Kompaktkurs – zu. Die Gruppen setzten sich aus 12 Personen zusammen, und diese gehören im Idealfall unterschiedlichen Abteilungen an. Interessanteweise profitiert meistens nicht nur der einzelne Mitarbeiter von solch einem Kurs, da er entspannter und zufriedener und entsprechend motivierter ist, sondern auch das Unternehmen, da dadurch sehr häufig die Stressquellen im Unternehmen identifiziert werden (wie unklare Aufgabengebiete oder Konflikte in Team und zwischen den Abteilungen). Durch ihre Lösung wird dauerhaft eine angenehme und effiziente Arbeitsatmosphäre hergestellt, was nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen als erster Faktor für eine Arbeitszufriedenheit und das Verbleiben im Unternehmen fungiert.

Aus vergangenen Gesprächen habe ich den Eindruck gewonnen, dass Sie mit sehr viel Engagement in diesem Sektor arbeiten. Gibt es eine persönliche Motivation, die Sie antreibt?

Ja, definitiv. In meinem bisherigen beruflichen als auch privaten Leben habe ich Einiges aushalten müssen – sei es Immigration und Adaption in der neuen Heimat, ständige berufliche Anpassung und Weiterentwicklung, Scheidung, Arbeitslosigkeit oder eine Vollzeitbeschäftigung in einem großen, sich im Wandel befindendem Unternehmen, als alleinerziehende Mama von einem damals 3 jährigen Sohn, neben einem Fernstudium. Dabei habe ich nie meine Hauptaufgabe aus den Augen verloren – Erziehung meines Sohnes.
Es gab sehr schwierige Zeiten, in denen man nicht nur starken Mut und den Fokus auf das Positive entwickeln sollte, sondern auch mit der gefühlten Einsamkeit und Allein-für-Alles-Stehen und Irgendwie-Durchhalten leben musste. Da war Stress und seine Auswirkungen ein tägliches Thema. Ich kann sehr viele Stressoren privater und beruflicher Art, also das Wie-Es-Sich-Anfühlt hautnah nachempfinden und entsprechend individuell auf das Problem bzw. den Stressor tief eingehen und dem Klienten helfen, diesen zu eliminieren. Denn es liegt eindeutig alles in unseren Händen und in unseren Köpfen. Ich helfe den Menschen aus dem Hamsterrad herauszukommen und bringe sie in „Schwung“, den Rest meistern sie selbst!

Zum Schluss wäre jetzt und hier noch die Gelegenheit für ein abschließendes Wort Ihrerseits:

Ein Leben ohne negativen Stress ist unter allen Umständen möglich! Finden Sie Ihren Weg dazu und seien Sie gesund und glücklich!

Ihre Yuliya Pitzl, geb. Makeeva

Weitere Bilder

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

 


X