Region: Augsburg Stadt

Tariferhöhung ist ein fatales Signal

von LeserReporter VCD Augsburg

Die Tariferhöhung im AVV zum 1. Juli stellt für den VCD Kreisverband Augsburg nach den Verteuerungen durch die sogenannte „Tarifreform“ einen weiteren Schritt in die falsche Richtung für einen konsequenten Ausbau des ÖPNV dar.

Statt an der Preisschraube zu drehen wäre in der aktuellen Krise die Wiedergewinnung der bisherigen Kunden für die dauerhafte Finanzierung des ÖPNV entscheidend. Dazu ist aus Sicht des VCD die Wiederherstellung des fahrplanmäßigen Angebotes mit 5-Minuten-Takt die wichtigste Maßnahme. Im Gegensatz zum Regionalverkehr des AVV, der nicht eingeschränkt wurde, haben die Stadtwerke ihr Angebot in der Stadt halbiert!

Mit der Rückkehr zu mehr Schulbesuch, der Öffnung aller Geschäfte und der anstehenden Öffnung der Theater und Kinos sind die Voraussetzungen für die Sparmaßnahmen endgültig entfallen. Der motorisierte Verkehr ist an allen Wochentagen wieder stark gestiegen, es besteht also ein entsprechender Bedarf, den auch der ÖPNV dringend wieder aufnehmen muss.

Christian Ohlenroth fordert deshalb eine umgehende Aufgabe der bisherigen Taktverschlechterungen und der geplanten Preiserhöhung. „Das bisherige Vertrauen der Fahrgäste muss dringend wieder gewonnen werden. Mit einem großzügigen Platzangebot und einem sinnvollen Lüftungskonzept muss eine sichere Fahrt mit Bus und Tram wieder ermöglicht werden. Das von der SWA reduzierte Angebot konterkariert schon jetzt die Corona-bedingten Abstandsregelungen und wird eine weitere Zurückgewinnung von Fahrgästen zu Nichte machen. Die geplanten Fahrpreiserhöhungen setzen ein zusätzliches völlig fatales Signal und müssen sofort zurückgenommen werden.“

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

 


X