Verantwortung übernehmen

Tierschützer Heinz Paula (re.) diskutierte vor und nach dem Film „Butenland“ über die industrielle Verwertung von Tieren. Mit im Bild: Sabina Gaßner (Mitte), TierSV, und Julijana Vracaric (li.), Liliom

Filmgespräch / Vorsitzender des Tierschutzvereins fordert Respekt für Tiere

Augsburg. Bei den sogenannten Nutztieren scheiden sich die Geister. Die einen lehnen tierische Produkte strikt ab, die anderen verzehren Fleisch und Fisch mit Genuss, dritte blenden die industrielle Verwertung von Lebewesen aus. Gleichzeitig  nimmt die Geflügelproduktion in Deutschland rasant zu und der Exportanteil von Schweinefleisch stieg von 1996 bis 2018 von 7 % auf 45 % – bei steigender absoluter Menge.

Dieser Debatte stellte sich am zweiten Sonntagnachmittag im Februar Heinz Paula, Vorsitzender des Tierschutzvereins, im Rahmen der Filmvorführung „Butenland“ im Programmkino Liliom. Mit etwa 100 interessierten Zuschauern diskutierte Paula Wesen und Zweck der Massentierhaltung. Einigkeit herrschte in der Verurteilung der oft unsagbar qualvollen Missstände in der ausschließlich profitorientierten Tier-‚Verwertung‘. „Hier ist die Politik gefragt,“ forderte Paula konkret, „Verfahren wie die betäubungslose Kastration von männlichen Ferkeln oder das Schreddern ‚überzähliger‘ Küken gehören endlich verboten“.

Allerdings sprach sich Paula auch dafür aus, mit allen Beteiligten im Gespräch zu bleiben. „Uns sind schrittweise Verbesserungen und Fortschritte lieber,“ so Paula klipp und klar, „als Stillstand wegen eines starren Alles-oder-nichts-Anspruchs.“ Unbedingt rät er allen Tierfreunden, auch beim Essen und Einkaufen an das Tierwohl zu denken: „Wählen Sie tierische Produkte bewusst und kaufen Sie am besten bei vertrauenswürdigen Produzenten aus der Region. Vegetarische oder vegane Alternativen sind immer eine Überlegung wert, und – nicht zu vergessen – thematisieren Sie die Behandlung von Tieren immer wieder mit Politikerinnen und Politikern sowie in der Öffentlichkeit.“

Eine gute Gelegenheit dazu gibt es am Sonntag, den 8. März, um 14 Uhr auf Gut Morhard in Königsbrunn, wenn Paula zu einem Besuch des Gnaden- und Begegnungshofes einlädt und zu einer Fortführung der Debatte.

Tierparadies Gut Morhard, Landsberger Str. 144, 86343 Königsbrunn, Tel. 082 31 / 340 66 66, gut.morhard@tierschutz-augsburg.de, www.tierschutz-augsburg.de

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