Wildtier-Boom im Tierheim

Junger Sperling wartet im Gras auf den 'Lieferservice' der Eltern

Tierschutz / Jungvögel und andere Wildtiere bitte nicht aufnehmen

Augsburg. „Im Tierheim werden zurzeit besonders viele junge Wildtiere abgegeben“, berichtet Sabina Gaßner, Geschäftsführerin des Augsburger Tierschutzvereins. Neben Eichhörnchen und Feldhasen halten vor allem juvenile Meisen, Amseln, Drosseln, Krähen und allerlei weiterer Vogelnachwuchs die Tierpflegerinnen auf Trab. Einen Grund für diesen verstärkten Zulauf vermutet Gaßner auch in wegen Corona verändertem Freizeitverhalten. „Die Menschen halten sich gerade häufiger in ihren Gärten auf oder gehen mehr spazieren. Und dabei sehen sie naturgemäß auch mehr Tiere.“

Allerdings führen die häufigeren Naturbegegnungen auch zu mehr Missverständnissen. Denn nicht alle jungen Wildtiere im Tierheim hätten tatsächlich Hilfe benötigt. Grundsätzlich bittet Gaßner dringend, Wildtiere nicht aus ihrem Lebensraum zu entfernen. Tierfreunden, die sich Sorgen um ein Einzeltier machen, empfiehlt sie:

1) Beobachten. 1 – 2 Stunden aus ausreichender Entfernung.

2) Informieren. Ist die Situation unklar, helfen Tierschutzverein, Bund Naturschutz oder LBV telefonisch weiter.

3) Transportieren (Karton oder Schuhschachtel). Gegebenenfalls können Sie Wildtiere auch ins Tierheim bringen. Die Tierpflegerinnen sind zuverlässig bis 16 Uhr vor Ort.

4) Tierarzt. In Notfällen, wenn ein Wildtier offenbar krank oder verletzt ist, kann am schnellsten ein Tierarzt helfen. Werden Wildtiere gebracht, sind die meisten Praxen sehr hilfsbereit.

Wichtig: Bitte füttern Sie ein Wildtier nicht und bieten Sie auch vor und während des eventuellen Transportes höchstens Wasser an. Und bitte versuchen Sie nicht, ein Wildtier in Eigenregie „durchzubringen“. In beiden Fällen wäre die Lebensgefahr für das Tier größer als der erhoffte Nutzen.

Tierheim | Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e.V., Holzbachstr. 4c, 86152 Augsburg, Tel. 08 21 / 45 52 90-0, www.tierschutz-augsburg.de

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