Wortschätzle 118 - Grombira san koine Gurka ned

Gugumbra aus meim oigene Gärdle.

Die Westschwaben benutzen ein französisches Lehnwort für Gurken.

Beim ledschda Wortschätzle ibrd Erdbeerfeldr ond de hochgschdreggde Hindrdoil isch mir doch dadsächlich a Granadafeahlr bassierd, i han an mords Bockmischd gschrieba.
Ond glei zwoi Leserinna hend sich bei mir gmeldet, dia boide ihre Wurzla em Wirttabergischa hend, abr edzd in Augschburg ond in de Schdauda lebed – ond faschd bloß dia hend dr
Feahlr merga kenna.
Des Westschwäbische Word Grombira isch ja so schee, abr es schdod ned fir d’Gurka sondrn fir d’Kar-doffla. Es isch mir ja eigedlich vellig klar. Drbei schdod Grom fir Grund, oder Erde ond Bira fir Birne. Also ned wergle ebbes anders als dia Bayrische mid „Erdäpfl“ moined.
Abr dia Westschwoba hend fir Gurka des scheene Word „Gugumbra“ auch „Gugommer“ in unterschiedlicher Ausschbroch ond Schreibweis. Des Word vrdanked mer widdr de Franzosa, bei deane isch a „Cucumbre“ a Gurk – somid isch klar, wo’s her kommd.
Vergeld’s Godd eich Leserinna, dia mi drauf aufmergsam gmachd hend.
Ond edzd god dr Schwob widdr amoal en Urlaub.
Wo’s higod? I schaug was d’Bolidiggr en Berlin dreibed ond drnoch, obs no an Schnea en de Berg hod. In drei Wocha lesed’r widdr a Wortschätzle. (Stefan Gruber)

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