Wortschätzle 42 - A Kuachaboda wia a Babbadeggl

Mit einem „Babberle“ am Daumen Teig kneten, das taugt gar nicht.

Stefan Gruber

„An Kuacha“, einen Kuchen, wollte ich vormittags zum zweiten Advent backen. Aber erst musste ich noch mit dem Hund raus. „A bissle“, ein wenig, an der Wertach mit ihm spielen. Aber übermütig wie er war, und ich auch, habe ich mich an einem Ast gerissen. Na ja, mit „Babberle“, „am Pflaschdr“, einem Pflaster, am Daumen konnte ich natürlich keinen „Doig“, Teig, mit der Hand kneten. Es musste somit die Küchenmaschine für den Mürbteig als „Kuachaboda“, Kuchenboden, herhalten, aber an dem „Huraglump“, also etwas das nichts wert ist, nichts taugt, habe ich gesehen, dass die Isolation des Kabels defekt war.
Was ich dann zusammenrührte, war trocken und schmeckte nach dem Backen wie „a Babbadeggl“, ein Karton, „wia a Bierfilzle“, wie ein Bierdeckel. Ich habe ihn dann entsorgt und mir nachmittags beim Konditor etwas ganz Feines geholt und es mir auf dem „Canapé“, wieder ein französisches Lehnwort im Schwäbischen für Sofa, mit einer Tasse Tee gemütlich gemacht. Nächste Woche wird das Kabel gerichtet, denn ganz Schwob, kaufe ich mir deswegen doch keine neue Küchenmaschine und ich habe keine Lust, die kommenden Tage all die „Loibladoig“, Plätzchenteige, mit der Hand zu kneten. Ich könnte natürlich auch Fertigteig kaufen… wäh, ja ich gewiss nicht – „ja i gwieß it“!

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