Zukunft(s)musik II: The Marriage of Heaven & Hell: Women’s Voices from America

Anna Clyne (*1980): October Rose & Tea Leaves aus »The Violin«

Jennifer Higdon (1962*): Color Through – Trio (Klavier, Violine, Violoncello)

Shelley Washington (*1991): Silk – Trio (Klavier, Kontrabass, Percussion)

Eve Beglarian (*1958): The Marriage of Heaven and Hell – Vertonung von Texten aus William Blakes gleichnamigem Buch (Gesang, Sprechstimme, Flöte, Oboe, Sopransaxophon, Fagott, Percussion, E-Gitarre, Kontrabass, Klavier)

Das zweite Konzert dieser Reihe für Neue Musik ist jungen, experimentierfreudigen Komponistinnen aus den USA gewidmet. Ihre Musik bewegt sich zwischen sphärischen Streicherklängen, Minimal Music und Jazz, wobei jedem der vier Werke jeweils wieder ein ganz anderer, unverwechselbarer Ansatz und Charakter zu eigen ist, so dass sie sich zu einem abwechslungsreichen Porträt zeitgenössischer US-amerikanischer Musik verbinden.

Die gebürtige Londonerin Anna Clyne verbindet in ihrer akustischen und elektro-akustischen Musik Klangflächen mit vorwärtsdrängenden Texturen. Sie arbeitet mit einigen der angesagtesten Choreographen, Filmemachern, bildenden Künstlern und Musikern zusammen und war fünf Jahre lang Mead Composer in Residence beim Chicago Symphony Orchestra.

Die in Brooklyn geborene Jennifer Higdon gehört zu den renommiertesten Komponist*innen in den USA und wurde bereits mit dem Pulitzer Preis (2010), zwei Grammys und – für ihre Oper Cold Mountain –mit dem International Opera Award ausgezeichnet. Sie ist Professorin für Komposition am renommierten Curtis Institute of Music in Philadelphia. Ihre Musik ist zugleich komplex und emotional, erfrischend einfallsreich sowie traditionell verwurzelt. In ihrem zweiten Klaviertrio widmet sie sich der Frage möglicher Wechselwirkungen zwischen Farben und Musik.

Die vielseitige Shelley Washington, die auch als Saxophonisten und Pädagogin tätig ist, wuchs in Kansas City (Missouri) auf. Sie bevorzugt eine collagenartige Arbeitsweise, mit einer großen stilistischen Bandbreite – von Jazz, Rock, bis hin zu amerikanischer Volksmusik und anderen, älteren und neuen musikalischen Quellen. Mit ihren oftmals rhythmisch komplexen Werken möchte sie ihre Hörer bewegen und zur Reflektion anregen.

Laut der Los Angeles Times, ist die Komponistin, Performance-Künstlerin und Audioproduzentin Eve Beglarian eine »idealistische Rebellin«. 2017 gewann sie den Alpert Award für ihr umfangreiches Œvre, 2015 den Robert Rauschenberg-Preis für ihre Innovationskraft, Risiko- und Experimentierfreude. In The Marriage of Heaven and Hell vertont Beglarian drei Sprichworte aus dem gleichnamigen Buch des englischen Dichters William Blake.

So 2.2.2020 19:00 | MAN-Museum
Mitglieder der Augsburger Philharmoniker & Gäste

Besetzung

Violine: Geeta Abad, Jane Berger
Cello: Rastislav Huba
Kontrabass: Tom Prestele*
Oboe: Helene Traub
Flöte: Judith Müller
Fagott: Wolfgang Fritzen
Saxofon: Christian Elin*
Percussion: Gregor Moser
Klavier: Burak Çebi*, Tom Jahn*
E-Gitarre: Gregor Holzapfel*
Gesang: Katharina Hauf
Sprecherinnen: Geeta Abad und Kate Allen
Dirigat, Domonkos Héja (bei »The Marriage of Heaven and Hell«)

*Gäste

Foto: © Lorenzo Ciniglio

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