Bauerndemo für die CSU inszeniert?

von LeserReporter Eva-Marie Springer aus Augsburg-Stadt
Landwirte sind nicht einverstanden mit der Düngeverordnung. Die V-Partei³ hält diese Verordnung allerdings für zu schwach.

Die V-Partei³ kommentiert die Demonstration der schwäbischen Landwirte in Augsburg anlässlich des CSU-Empfangs. OB-Kandidat Roland Wegner von der V-Partei³ sieht systemimmanente Probleme und fordert die Landwirte zu einer anderen Produktion auf.

"Landwirte erhoffen sich mit ihrem Aufritt offensichtlich mehr Unterstützung der CSU. Das ist grotesk! War es doch die CSU, die in Brüssel das Ackergift Glyphosat weiter durchdrückte, was den Landwirten weiterhin die bodenschädliche Bewirtschaftung ermöglicht. Ist es doch die CSU, die armen Milchbauern immer wieder mit Sonderzahlungen finanzielle Defizite ausgleicht. Seit über 40 Jahren sind es vor allem CSU und CDU, die die aktuelle Missstände in der Landwirtschaft zu verantworten haben. Auch SPD und Grüne haben daran nichts geändert. Die großen Landwirte wurden damit immer größer gemacht, die Kleinen wurden verdrängt", beginnt die Pressemitteilung von Roland Wegner.

Seiner Einschätzung nach wirke es beinahe satirisch, wenn jetzt diese Industriebetriebe mit ihren Traktoren demonstrieren, weil die Politik unter dem öffentlichen Druck geringfügig was für Umwelt, Klima und Gesundheit machen möchte.

Dabei seien laut Roland Wenger die vorgesehenen Maßnahmen noch deutlich zu gering, um überhaupt spürbare Verbesserungen zu erzielen. "Noch immer darf genmanipuliertes Soja aus ehemaligen Regenwaldgebieten hier als Tierfutter eingesetzt werden, was zu hiesigen Düngeüberschüssen führt. Noch immer gibt es Subventionen für die Belastung unserer Böden mit Kunstdünger, Herbiziden, Fungiziden und Pestiziden. Noch immer wird ein Landwirt mit Steuergelder unterstützt, wenn er mit der Gülle (Nitrate + Antibiotika) das Trinkwasser der Bevölkerung gefährdet. Noch immer werden Tiere in allen Facetten lebensverachtend gequält", so der Bundesvorsitzende der V-Partei³.

Diese Demonstration vor dem CSU-Neujahrsempfang sei ein groteskes Schauspiel. Laut V-Partei³ könne man fast auf die Idee kommen, dass es sich hier um eine gezielte politische Inszenierung handele, um am Ende die CSU als Klimaschutzpartei dastehen zu lassen. 

Die V-Partei³ appelliert an die Landwirte, sich nicht länger vor diesen Karren spannen zu lassen und künftig dafür zu demonstrieren, entsprechende Unterstützung für eine nachhaltige Landwirtschaft zu erhalten. Sie fordert das Streichen der Subventionen für herkömliche Landwirtschaft ("Ackergifte + Massentierhaltung") und stattdessen eine großzügige Förderung für den bioveganen Ackerbau.

Bei der sogenannten "Agraragenda2030" der Veggie-Partei gehe es um den Erhalt unserer lebensnotwendigen Böden und gleichzeitig um die Reduzierung von CO2 und Methan.

"Die Massentierhaltung ist weltweit gesehen der größte Verursacher der Klimakrise. Dieser Wahrheit müssen sich alle stellen", fordert Wegner. Für die Umweltstadt Augsburg steht die Forderung im Wahlprogramm, gesunde, pflanzlich-vollwertige Bionahrungsmittel in allen öffentlichen Einrichtungen einzuführen. 

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