Mit Innovation gegen den Klimawandel: Söder beim CSU-Neujahrsempfang

Die Wahlempfehlung, die Ministerpräsident Markus Söder am Sonntagnachmittag in seiner Rede als Ehrengast des CSU-Neujahrsempfangs, gibt, ist wenig überraschend. Klar möchte er, dass Eva Weber, die Kandidatin seiner Partei, Oberbürgermeister Kurt Gribl beerbt, der sich nicht mehr zur Wahl stellt - eine Entscheidung, die Söder nach eigenen Worten noch immer nicht so ganz verstehen könne, aber er akzeptiere sie.
Augsburg sieht Söder auf einem guten Weg. Er lobte das gute Miteinander von Stadt und Region und auch das partnerschaftliche Zusammenspiel mit dem Freistaat. Augsburg sei für ihn auf Augenhöhe mit München und Nürnberg und nicht nur eine Stadt in Schwaben. "Augsburg ist die Stadt der Chance", wob Söder den Wahlkampfslogan Eva Webers in seine Rede mit ein.
Mühelos schaffte er den Sprung von der dritt größten Stadt Bayerns zu weltpolitischen Themen, wie etwa dem Klimawandel. Hier erteilte er einer "Verzichtsethik" eine klare Absage. Vielmehr sei nun die technische Innovation gefragt. Er erinnerte an das Waldsterben, das ebenfalls durch Innovation gestoppt werden konnte - durch den Einsatz von Katalysatoren. Söder ist überzeugt, dass durch neue Technologien in der Automobilität eben auch der Klimaschutz mit weiterem Wohlstand Hand in Hand gehen könne. Nur so könne die Bevölkerung mitgenommen werden. Andernfalls befürchtet er eine Zunahme der Extreme. Für die Technologie forderte Söder auch mehr "Wirtschaftspatriotismus". Denn es müsse klar sein: "Was in Bayern hergestellt wird, ist ein hervorragendes Produkt." Mit Blick auf seine Begegnung mit den Landwirten vor dem Empfang (siehe eigener Artikel) weitete er diese Betrachtung freilich auch auf die landwirtschaftlichen Produkte aus.
Bei aller Begeisterung für neue Technik, beurteilte Söder die digitalen Medien auch sehr kritisch in seiner Rede. Den dort würden verstärkt aus bösen Gedanken böse Worte. Und wenn diese unwidersprochen und unsanktioniert blieben, dann würden aus den bösen Worten bald böse Taten. Es sei daher Aufgabe aller demokratischer Parteien, gegen diese Entwicklung zusammenzustehen und die demokratischen Freiheiten gemeinsam zu schützen.
Oberbürgermeister Kurt Gribl beließ es in seiner Rede bei einer ausführlichen Wahlempfehlung für seine Wirtschafts- und Finanzreferentin, bevor Eva Weber selbst ans Rednerpult durfte, um ihre Pläne für Augsburg vorzustellen.

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