Kita-Mangel: Gibt es nun die ersten Klagen gegen die Stadt Augsburg?

Vor allem durch den Bau neuer Kitas will die Stadt Augsburg dem Betreuungsproblem begegnen. Foto: maszas, 123rf.com

Die Anmeldefrist für das kommende Kita-Jahr ist vorüber, derzeit werden die Listen aus allen Stadtvierteln abgeglichen. Eines ist jedoch bereits klar: In der Stadt Augsburg gibt es weiterhin einen großen Mangel an Betreuungsplätzen. Heuer könnte es auch das erste Mal Klagen von Eltern geben.346 Kindergartenplätze gab es im vergangenen Jahr laut neusten Zahlen zu wenig - davon 65 Plätze in U3-Krippen, 242 in Kigas für Kinder zwischen drei und sechs Jahren und 39 in Horten für Sechs- bis Zehnjährige.

Um gegenzusteuern, arbeitet in der Stadtverwaltung seit vergangenem Sommer eine "Task Force Kita".Diese konnte bislang zwölf Standorte ermitteln, an denen neue Kitas errichtet werden können. Stadtdirektor Hermann Weber stellte kürzlich im Stadtrat weitere mögliche Orte für Kita-Neubauten vor. Die Stadtverwaltung prüft diese nun - und soll sie im weiteren Verlauf freien Trägern anbieten und gegebenenfalls an den ausgewählten Standorten selbst Kindertagsstätten errichten und betreiben. Eile ist geboten, denn einer Studie zufolge fehlen mittelfristig mindestens 1400 Kita-Plätze.

Kita-Situation "wie in den Vorjahren angespannt"

Sozialreferent Stefan Kiefer wird im Jugendhilfeausschuss am 14. Mai einen Bericht über die aktuelle Situation geben. "Nach dem ersten Gesamteindruck ist die Nachfrage, vor allem im Krippen- und Kindergartenbereich, wie in den Vorjahren angespannt", sagt Kiefer. Eine genauere Aussagen könne er jedoch erst nach dem Abgleich der Listen treffen. Denn aktuell würden noch Mehrfachmeldungen korrigiert.

Referent Kiefer und Oberbürgermeister Kurt Gribl verweisen unisono auf die Arbeit der jüngsten Vergangenheit. Die Anzahl der Kindertagesstätten habe sich inzwischen um 23 auf 186 und die der Plätze um 2700 auf über 12 000 erhöht. Auch das Personal sei um über 900 Stellen auf rund 2300 aufgestockt worden.

Für das vergangene Jahr hätten Eltern, die keinen Betreuungsplatz erhalten haben, auf rechtliche Schritte verzichtet, betonte Gribl zuletzt auf der Stadtrats-Pressekonferenz. Für das neue Kindergartenjahr könne er dies aber freilich nicht ausschließen.

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