Kommentar zur City-Zone: Ein guter Ansatz, der aber deutlich zu kurz greift

Ein weiterer Kritikpunkt: Die Komplexität des Tarifs nimmt nicht ab. Im Gegenteil; denn wer von außerhalb der City-Zone in die Zone hineinfährt, muss die Stationen innerhalb der Zone nicht zur Kurzstrecke dazurechnen. Über die Zone hinaus gilt das Kurzstrecken-Ticket aber nicht. Wird die Zone also durchquert, lässt sich diese nicht abziehen. Um weiter zu fahren, muss ein Einzelticket, statt einer Kurzstrecke, gelöst werden, wenn man vier Haltestellen (plus Einstiegshaltestelle) überschreitet.

Die neue City-Zone ist prinzipiell eine gute Sache. Vor allem die Möglichkeit, vom Hauptbahnhof aus künftig umsonst in die Innenstadt zu fahren, könnte tatsächlich dazu führen, dass der ein oder andere zumindest darüber nachdenkt, das Auto zu Hause zu lassen. Doch insgesamt ist der Umfang der Zone deutlich zu klein geraten.

Möchte man wirklich weniger Autos im Zentrum haben, muss man große Parkplätze, wie den auf dem Plärrer, miteinbeziehen.

Klar würde eine solche große Gratis-Zone dann mehr Geld kosten. Doch wenn die Politik weniger Verkehrschaos und sauberere Luft in der Innenstadt erreichen will, muss sie den öffentlichen Nahverkehr noch höher subventionieren. 

Einen Teil des Geldes könnte beispielsweise über höhere Parkgebühren im Zentrum reingeholt werden. Wer dann aber am Plärrer umsonst parken kann und umsonst mit der Straßenbahn bis zum Kö kommt, würde dies wohl verschmerzen können.

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