Mehr Fernverkehr für Augsburg: Pro Bahn lobt Umstellungen im Fahrplan

Vertreter des Fahrgastverbandes Pro Bahn , Jörg Bruchertseifer, stellvertretender Bundesvorsitzender (links) und rechts Errol Yazgac,Sprecher von Pro Bahn in Schwaben, begrüßten am Sonntag symbolisch den ICE 1092 in Augsburg zur Weiterfahrt nach Berlin. Foto: Pro Bahn/Winfried Karg.

Mehr IC- und ICE-Züge von Augsburg nach Nürnberg und zurück: Seit dem Fahrplanwechsel am Sonntag ist das Realität geworden, lobt der Fahrgastverband Pro Bahn.
Zwischen Augsburg und Nürnberg fahren nun unter der Woche zehn Fernverkehrszüge pro Richtung statt bisher neun. Hinzu kommen zwei schnelle Zugpaare des Allgäu-Franken-Express morgens und abends. "Wir begrüßen die zusätzlichen Züge sehr", so Errol Yazgac vom Fahrgastverband Pro Bahn. "Das ist für Augsburg, aber auch für das Einzugsgebiet des ICE-Haltes Donauwörth, das Allgäu und die Region rund um Weilheim eine gute Sache. Wir hoffen jetzt auf viele Reisende in diesen Zügen - dann haben wir auch ein gutes Argument, um weitere Verbesserungen zu erreichen."
Pro Bahn-Vertreter begrüßten mit einem Transparent einen neuen Direkt-Zug von Augsburg nach Berlin. Dabei zeigten sie sich sehr erfreut darüber, dass die langjährigen gemeinsamen Bemühungen, die unter anderem auch von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben und der Stadt Augsburg unterstützt wurden, nun sichtbare Früchte tragen. "Die Fernzüge sind mit gut 70 Minuten Fahrzeit zwischen Augsburg und Nürnberg konkurrenzlos schnell und außerdem umweltfreundlicher als das Auto", stellt Pro Bahn in einer Pressemitteilung fest.
Die Deutsche Bahn AG hat mit ihrem neuen Fahrplan nicht nur die Zahl der Züge erhöht, sondern auch weitere Direktverbindungen in Richtung Erfurt, Leipzig/Halle und Berlin geschaffen und größere Löcher im Fahrplan geschlossen.
Damit einher geht aber auch, dass es so gut wie keine schnellen Direktverbindungen mehr nach Kassel, Hannover, Hamburg und Bremen gibt; dorthin muss man nun in Nürnberg umsteigen. Nach Angaben der Deutschen Bahn wurde hierfür aber auf teilweise kurze Umsteigezeiten Wert gelegt.
"Diese Züge sind nicht nur für Fahrgäste aus Schwaben in Richtung Franken und Norddeutschland praktisch, sondern auch für Reisende von dort mit Zielen in Schwaben", so Pro Bahn. Geschäftsreisende und -Pendler von und nach München und profitierten auch davon, dass die meisten der Fernverkehrszüge in München-Pasing halten. (pm)

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