V-Partei³ fordert: Tierversuchslabor in Augsburg verhindern!

von LeserReporter Eva-Marie Springer aus Augsburg-Stadt

In Augsburg fordert nur die V-Partei³ das Ende der Tierversuche und kämpft gegen das geplante Tierversuchslabor der Uniklinik

Mit 35 Millionen Euro Steuermitteln soll ein Zentrum für Tierversuche angeschlossen an die Uniklinik Augsburg entstehen, in dem an über 23.000 Tieren experimentiert werden soll. Die V-Partei³ stellt klar: Im Jahr 2020 darf es keine neuen Projekte mehr zu Tierversuchen geben, sondern nur noch Schließungen von Laboren und eine Befreiung und Pflege der leidenden Tiere. V-Partei³-Bundesvorsitzender Roland Wegner sagt kurz vor der Kommunalwahl am Sonntag: „Nur wer uns in den Stadtrat wählt, der gibt seine Stimme auch gegen diese unnötigen Tierversuche und gegen eine Verschwendung von Steuergeldern für Tierqual! Die anderen Parteien feiern in ihren Wahlprogrammen blind die Uni-Klinik mit allen Konsequenzen!“

Es gibt mittlerweile ausreichend Erfahrungen, dass Tierversuche nicht nur für die Tiere moralisch indiskutabel sind, sondern auch der Forschung für den Menschen wenig nutzen. Viel zielgerichteter sind hochmoderne Versuchsmethoden z. B. mit gezüchteten menschlichen Organen, bei denen Versuchsergebnisse direkt auf den Menschen übertragen werden können. Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt Tierversuche klar ab. Die Bayrische Landesregierung hat für die neue Versuchseinrichtung, die in einigen Jahren in Betrieb genommen werden soll, eine Kapazität von 7.800 Mäuse-Käfigen vorgesehen, bei einer durchschnittlichen Anzahl von ca. drei Tieren pro Käfig entspricht das einer Anzahl von 23.400 Mäusen. Ferner soll an weiteren Spezies wie etwa Kaninchen experimentiert werden. Die Haltung von Primaten sei bislang ausgeschlossen.

Die V-Partei³ fordert die bayerische Landesregierung, Uniklinik und Stadt Augsburg dazu auf, sich kollektiv gegen diese Pläne zu stemmen, stattdessen Vernunft und Mitgefühl walten zu lassen. Auch „Ärzte gegen Tierversuche“ sprechen sich klar gegen das Vorhaben aus: „Obwohl noch nicht einmal klar ist, welche Forscher an den Medizin-Campus kommen werden, wird ein Tierversuchslabor ‚ins Blaue‘ hinein geplant“, so Dr. med. Rosmarie Lautenbacher, Ärztin aus Augsburg und Mitglied des erweiterten Vorstands von Ärzte gegen Tierversuche. „Hier wird die sogenannte Freiheit der Forschung haushoch über den Tierschutz gestellt – obwohl dieser genauso im Grundgesetz verankert ist.“

Seitens der V-Partei³ fügt Bezirksvorsitzende Heike Rudolf an: „landauf landab wird für die Schließung von Tierversuchslaboren demonstriert und hier wird das ignoriert. Die Umwelt- und Friedensstadt Augsburg muss tierversuchsfrei bleiben! 

Die V-Partei³ steht für:

Finanzielle Förderung der tierversuchsfreien Forschung in erheblich größerem Umfang

Lobbyunabhängige politische Arbeit der Abgeordneten auf allen Ebenen

Beschleunigung und Erleichterung der Validierungsprozesse tierversuchsfreier Methoden (Bewertung der wissenschaftlichen Qualität einer Methode)

Umfassende Aufklärung der VerbraucherInnen über tierversuchsfreie Produkte von Seiten des Staates

Ausweitung der Übernahme von präventionsmedizinischen Maßnahmen einschließlich Ernährungsberatung durch alle Kassen, um Medikamenteneinnahme zu verringern

Änderung der Gesetzeslage: Tierversuche müssen grundsätzlich verboten werden.

Bundesvorsitzender Roland Wegner: „Wenn man die Augsburger Bürger fragen würde, ob über 23.000 Tiere unnötig gequält werden sollen, wäre die Antwort klar. Warum setzt die Politik das nicht entsprechend um? Wir werden alles dafür tun, die Tierversuchs-Einrichtung zu verhindern!“

 

Aus dem Bundesprogramm der V-Partei³ in Sachen Tierversuche:

Tierversuche sind ein steuerfinanziertes Milliardengeschäft für Züchter*innen, Händler*innen, Zulieferer*innen von Futter, Käfigen und Zubehör, Wissenschaftler*innen und Instituten.

95% der im Tierversuch als wirksam und ungefährlich geltenden Medikamente fallen im Anschluss durch die klinischen Studien, keine Wissenschaft hat eine schlechtere Erfolgsquote zu verzeichnen. Jedes Jahr sterben tausende Menschen an den Folgen von Medikamenten, die alle vorher an Tieren ohne aussagekräftiges Ergebnis für Patient*innen getestet wurden. Viele Wirkungen werden an Tieren nicht nachgewiesen, da Stoffwechsel und biochemische Reaktionen nicht vergleichbar sind und die Ergebnisse sich dadurch nicht 1:1 auf den Menschen übertragen lassen.

Die besten Ergebnisse in der medizinischen Forschung werden dagegen neben klinischen Zellforschungen durch die sogenannte Epidemiologie erzielt, die gezielte Beobachtung an Menschen. Darüber hinaus ließen sich die meisten Zivilisationskrankheiten durch vorbeugende Maßnahmen wie etwa eine pflanzliche Ernährung und eine gesunde Lebensweise verhindern.

Die Tiere werden in den Laboren mit Elektroschocks traktiert, ihre Organe werden zerstört, sie werden vergiftet und bestrahlt. Sie werden mit tödlichen Viren, Bakterien und Parasiten infiziert. Sie werden verbrannt und verstümmelt und chemischen Therapien ausgesetzt. Affen werden Elektroden und Geräte in die Schädeldecke implantiert. Viele Einsätze erfolgen ohne Narkose.

In einigen Ländern wurden bereits menschliche Simulationsmodelle statt Tierkörper für das Erlernen chirurgischer Eingriffe eingesetzt. Als naturgetreue Abbildung der Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers, die unter anderem auch mit lebensechten Haut- und Gewebeschichten, Rippen und inneren Organen ausgestattet ist, kann das moderne Ausbildungsgerät das Leben von Mensch und Tier retten.

Folglich setzt sich die V-Partei³, wie mittlerweile viele Ärzt*innen, für das Ende der grausamen Tierversuche ein.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss tierversuchsfreie Forschung in erheblich größerem Umfang finanziell gefördert werden. Notwendig ist außerdem die Beschleunigung und Erleichterung der Validierungsprozesse tierversuchsfreier Methoden. Auch in der Grundlagenforschung muss auf das Forschen an Tieren verzichtet werden. Des Weiteren bedarf es einer Aufklärung der Verbraucher*innen über tierversuchsfreie Produkte.

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