Wie der Zoo corona-sicher wieder öffnen kann

von LeserReporter FDP Augsburg aus Augsburg-Stadt

Um Schlangen vor den Kassen zu vermeiden, sollten Karten nur online verkauft werden

Die FDP fordert die Stadt Augsburg auf, bereits jetzt Vorbereitungen zu treffen, damit der Augsburger Zoo und der Botanische Garten bald unter strengen Auflagen wieder aufmachen können. Auch wenn eine Öffnung beider Einrichtungen bis einschließlich 3. Mai noch ausgeschlossen ist, erwarten die Liberalen, dass die zwischen Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus in Kürze weiter gelockert werden – immer vorausgesetzt die Menschen agieren weiterhin mit großer Umsicht und die Situation im Gesundheitssystem verbessert sich kontinuierlich.

„Es wird höchste Zeit, dass Zoo und Botanischer Garten wieder öffnen“, findet der künftige FDP-Stadtrat Lars Vollmar. Angesichts seit Wochen gesperrter Spielplätze und Kitas sei ein Besuch im Zoo besonders für Familien mit Kindern eine wichtige Abwechslung. Auch für den Zoo und Botanischen Garten selbst sei es wichtig, wieder Einnahmen durch Kartenverkäufe zu generieren, um weiter die Angestellten zu bezahlen und Futter für die Tiere zu beschaffen. „Aber natürlich bleibt es die oberste Maßgabe, dass Menschen ohne Gefahr zu laufen sich mit dem Virus anzustecken im Zoo oder Botanischen Garten aufhalten oder dort arbeiten können.“

Zu ihrer Auffassung, dass Gesundheitsschutz und eine vorsichtige Lockerung der Beschränkungen vereinbar sind, fühlen sich die Liberalen durch das Verhalten der Augsburgerinnen und Augsburger ermuntert. „In Bäckereien und Supermärkten können wir jeden Tag sehen, dass die meisten Menschen sehr verantwortungsbewusst und diszipliniert sind und den empfohlenen Abstand einhalten. Es gibt aber Orte, etwa in engen Gassen, an denen man beim besten Willen nicht verhindern kann, dass einem Passanten zu nahe kommen.“

Aus diesem Grund hält die FDP organisatorische Maßnahmen für erforderlich, die große Menschenansammlungen von vorneherein unterbinden. Um den erwarteten Besucherandrang zu kanalisieren, setzt die FDP auf die Möglichkeiten der Digitalisierung. Eintrittskarten für den Zoo und den Botanischen Garten sollen während der Corona-Krise ausschließlich vorab über das Internet verkauft werden. Somit kommt es zu keinen Schlangen vor den Kassenhäuschen.

Durch Zeitfenster und Besucherkontingente soll sichergestellt werden, dass eine vorab festgelegte Höchstzahl an Besuchern zu keinem Zeitpunkt überschritten wird. Der Einlass könnte wie in der Fußballarena über automatische Drehkreuze mit Kartenlesern erfolgen und zu enge Kontakte zwischen Kontrolleuren und Besuchern überflüssig machen. „Warum soll das, was bei FCA und AEV bestens funktioniert nicht auch im Zoo und im Botanischen Garten funktionieren?“

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