0:5! FC Augsburg kassiert Klatsche in Frankfurt

von Leserreporter Florian Handlaus Augsburg-Stadt

Der FC Augsburg ging in Frankfurt klanglos unter.

Es ist Freitagabend. Das Wochenende steht vor der Türe. Im Kühlschrank steht das Bier kalt und der FC Augsburg spielt gegen seinen Lieblingsgegner Eintracht Frankfurt. Es hätte so ein schöner Abend werden können. Die Frankfurter, allen voran der überragende Timothy Chandler, der Rasen und die Leistung der eigenen Mannschaft verhagelten diesen jedoch gründlich und mit jedem weiteren Gegentor wurde die Laune schlechter. Nach dem 0:5 aus Augsburger Sicht in der 91. Minute, hatte das Grauen dann ein Ende. In der Tabelle waren beide Teams vor der Partie Tabellennachbarn, auf dem Rasen lagen Welten zwischen ihnen.

Unsere Bilder zum Spiel gegen die Eintracht.

Beide Mannschaften taten sich auf dem Frankfurter Acker schwer. Das schwere, nasse und von Furchen durchsetzte Geläuf im Frankfurter Waldstadion erschwerte einen gefälligen Spielfluss und es gab anstelle von Chancen viel Mittelfeldgebolze zu sehen. Die ersten Chancen verzeichneten noch die Gäste aus Augsburg: Niederlechner bediente in der 9. Minute Vargas, der jedoch im Eins-gegen-Eins gegen Frankfurts Keeper Trapp nur zweiter Sieger blieb. Auch die zweite gute Gelegenheit in der 27. Minute ging auf das Konto der Augsburger. Der Freistoßaufsetzer von Max verfehlte das Frankfurter Gehäuse jedoch denkbar knapp.

Nach der Verletzung und Auswechslung von Frankfurts Kapitän Abraham, der durch den Japaner Hasebe ersetzt wurde, und der anschließenden Umstellung im Frankfurter Spiel, nahm die Eintracht zunehmend Fahrt auf und kam auch mit dem schwierigen Rasen immer besser zurecht. Zuerst zwang Chandler Koubek per Kopf zu einer Parade (32.), dann ging die SGE wenig später in Führung: Nach Vorlage des ehemaligen Augsburgers Kohr traf Chandler wuchtig unter die Querlatte (37.).

In der ersten Halbzeit versuchte das Team von Trainer Schmidt noch zu antworten: Niederlechner prüfte Trapp aus spitzem Winkel. Nachdem auch Finnbogason in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit seinem Kopfball an Trapp scheiterte, ging es für die Gäste aus der Fuggerstadt in die Pause.

Frankfurt überrollte den FC Augsburg

Nach der Pause kam die Eintracht hellwach aus der Kabine. Drei Minuten nach Wiederanpfiff stand Chandler bei einer Ecke am ersten Pfosten und köpfte aufs Tor – Koubek war noch mit den Fingerspitzen dran, schaffte es jedoch nur die Kugel an die Unterkante der Latte zu lenken, von wo aus sie zuerst gegen den Rücken des Keepers und dann ins Tor prallte. Nach der 2:0-Führung blieb Frankfurt am Drücker: Zuerst scheiterte Silva in der 52. Minute an Koubek. Nur ein paar Minuten (56.) später entwischte Silva seinem Bewacher Uduokhai und verwertete die Flanke von Kostic per Kopf zum 3:0.

Damit war die Partie vorentschieden, zumal die Augsburger nicht den Eindruck vermittelten, das Spiel noch drehen zu wollen. Dazu fehlte es an Laufbereitschaft, Konzentration und Einsatzwillen – eigentlich allem, was für einen Sieg benötigt wird. Niederlechner und Koubek waren an diesem Abend die einzigen, die Normalform erreichten und das war gegen einen ambitionierten Gegner wie Frankfurt einfach zu wenig. Unbegreiflich ist jedoch, wie sich die Mannschaft nach dem 0:4 durch den starken Kostic in der 89. Minute gehen ließ. Nach dem Anstoß wurde das Leder dermaßen lustlos nach hinten durch die eigenen Reihen geschoben und anschließend von Uduokhai, der an diesem Abend nicht nur in dieser Szene unglücklich agierte, verstolpert, dass Kostic zum 5:0-Endstand einschieben konnte.

Über dieses Tor wird zu reden sein in Augsburg. Man kann gegen Frankfurt verlieren, auch hoch verlieren, aber sich am Ende so unmotiviert das Ei quasi selbst reinlegen, das geht nicht. Das ist ein Stinkefinger an alle mitgereisten Fans und schlecht für das Torverhältnis im Abstiegskampf ist es auch noch.

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