AEV gegen Berlin: Leo Pföderls Hattrick dreht das Spiel

von LeserReporter George Stadler aus Augsburg-Stadt

Die AEV-Topscorer bejubeln das zwischenzeitliche 2:0: Drew LeBlanc (1 Tor, 2 Assists) und Adam Payerl (2 Tore).

Wieder mal wäre mehr drin gewesen als eine 3:5-Niederlage – aber nach dem 3:1 durch Drew LeBlanc lief das Spiel nur noch für die Eisbären gut. Bis zur zweiten Pause konnten sie ausgleichen und im Schlussabschnitt mit zwei weiteren Toren die Partie für sich entscheiden. Dabei hatte sich Adam Payerl nach langer torloser Durststrecke mit zwei Treffern zurückgemeldet, für Berlin stürmt jedoch Leo Pföderl – und der entschied das Match mit einem Hattrick.

Keller im Tor, Payerl mit Doppelpack

Tray Tuomie verordnete seiner Nummer 1 im Tor eine Verschnaufpause, Back-up Markus Keller genoss nach langer Zeit wieder das Vertrauen des Coachs. Lange hielt der gebürtige Augsburger gut, hatte im ersten Drittel aber auch wenig zu tun, denn die Berliner gingen teils überhart zu werke und fanden sich entsprechend oft auf der Strafbank ein. Von dort sahen  Jonas Müller und Florian Kettemer sowie Augsburgs Pat McNeil, wie Mark Olver nach einem harten Lamb-Schuss kurz liegenblieb und dann vom Eis humpelte – der AEV spielte also kurzzeitig mit vier gegen zwei in Überzahl. Drew Leblanc hatte die Scheibe und drei Möglichkeiten: selbst schießen, zurücklegen auf Lamb oder quer vors Tor passen zu Adam Payerl. Er wählte Variante 3, und Payerl hatte eine gefühlte Ewigkeit Zeit, während der sich die drei verbliebenen Eisbären im Torraum gegenseitig behinderten, und dann schoss er endlich seinen ersten Treffer im neuen Jahrzehnt. Und wenn’s flutscht, dann flutscht’s: Kurz darauf – es war gerade die nächste Berliner Strafzeit abgelaufen gewesen – versenkte er den Puck zum 2:0 in den Maschen hinter Justin Pogge. Berlins Schlussmann hatte keine Sicht auf den Schlagschuss und war machtlos, wie fast im Gegenzug sein Gegenüber Markus Keller: Einen gefühlvollen Pass von John ramage fälschte Eisbären-Topscorer Marcel Noebels neben den Pfosten ab.

3:1-Führung trotz harter Eisbären und kleinlichen Schiedsrichtern

Mit 2:1 ging es ins Mitteldrittel, wo die beiden unsicheren Schiedsrichter verstärkt Augsburger auf die Strafbank schickten. Der AEV sah sich fast zwei Minuten einer doppelten Übermacht ausgesetzt, denn Jakob Mayenschein und Henry Haase wurden wegen Kleinigkeiten bzw. „Beinstellen? Wie kann ich denn da Beinstellen bekommen?!“ (O-Ton Cable Guy Haase) innerhalb von zehn Sekunden auf der Strafbank platznehmen. Angefeuert vom wütenden Publikum retteten die verbliebenen Drei und Goalie Keller die knappe Führung, nur um sich bald darauf erneut in Unterzahl wiederzufinden: Ein Schiedsrichter meinte einen Wechselfehler erkannt zu haben, den auch die Telekom-Moderatoren nach mehreren Wiederholungen nicht nachvollziehen konnten. Diese erneute Ungerechtigkeit rächte Drew LeBlanc umgehend: Er blockte einen Ramage-Schuss und rannte los Richtung Pogge, weder Ramages  Schläger im Gesicht noch der Berliner Torhüter konnten den Shorthander verhindern – 3:1, trotz Widrigkeiten lief es für den AEV!

Eisbär Pföderl vermiest die AEV-Party

Den Grundstock zur hauptstädtischen Aufholjagd legte Ryan McKiernan drei Minuten nach dem 3:1 – und dann folgte die Leo-Pföderl-Show, der Augsburg nichts entgegensetzen konnte. Der Ausgleich fiel noch im Mitteldrittel, auch hier hatte Keller keine Chance, denn Pföderl hatte unhaltbar abgefälscht (34. Minute). Bis zum siegbringenden 3:4 dauerte es bis zehn Minuten vor Spielende: Pföderl schoss knapp am Tor vorbei, Keller schlug neben den von der Bande zurückprallenden Puck und Pföderl musste ihn nur noch reinschubsen.  Den Hattrick komplett machte der Ex-Nürnberger in der 54. Minute – mit seinem ersten Powerplay-Tor für Berlin überhaupt. Von rechts zog Pföderl vors Tor und lupfte die Scheibe mit der Rückhand ins Kurze Eck.

Für den AEV geht es am Sonntag ab 16:30 Uhr wieder zuhause weiter, zu Gast ist dann der Meister aus Mannheim.

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