AEV: Hart erkaufter Kantersieg gegen Krefeld

von LeserReporter George Stadler aus Augsburg-Stadt
Hans Detsch erzielte gegen Krefeld sein erstes Tor in der DEL

Das 7:1 war nach dem Spiel fast Nebensache, großes Thema auf den Rängen war das Panther-Lazarett. Denn zu den seit Freitag verletzten Mike Davies und Trevor Parkes (genauere Untersuchung am Montag) gesellten sich im letzten Drittel Drew LeBlanc, Jaroslav Hafenrichter und zwischenzeitlich auch noch Arvids Rekis; Brady Lamb absolvierte die Ehrenrunde leicht humpelnd.

Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel längst entschieden, der AEV führte nach dem ersten Drittel schon mit 4:0 (Tore: Cundari, Stieler, Kretschmann und Trupp), im Mitteldrittel wurde die Führung schnell ausgebaut (Detsch und White; Gegentreffer durch Schymainski) und der letzte Treffer durch Drew LeBlanc fiel bereits in der 32. Minute.

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Torfestival im ersten Drittel

Für die verletzten Davies (Unterkörperverletzung) und Trevor Parkes (Oberkörperverletzung) rotierten TJ Trevelyan und Simon Sezemsky zurück in den Kader, im Tor vertraut Coach Mike Stewart weiterhin auf Olivier Roy. Und das Toreschießen geht tatsächlich auch ohne Treffer von Topscorer Parkes: Mark Cundari machte in der fünften Minute den Anfang, Matt White hatte ihm schön aufgelegt. David Stieler legte in der 9. Minute nach, Christian Kretschmann hatte seine letztjährige Hintermannschaft an der Bande überrannt und vors Tor gepasst, Patrick Klein wehrte den ersten Schuss von Jaroslav Hafenrichter mittig direkt auf Stieler ab: 2:0 .

Dann bejubelten die Pinguine den vermeintlichen Anschlusstreffer, aber da Müller vorher Augsburgs Goalie Roy behindert hatte wurde das Tor nach Videobeweis nicht gegeben. Gültige Treffer legte Augsburg nach: Christian Kretschmann stocherte die Scheibe zum 3:0 unter Klein ins Tor und Evan Trupp fälschte einen Lamb-Schuss aus dem hohen Slot unhaltbar ab – 4:0 nach 15 Minuten, da sollte nichts mehr anbrennen.

Hans Detsch: erstes Tor in der DEL

Das sahen auch die Fans der Pinguine so, die sich nach Hans Detschs erstem DEL-Treffer zur Polonaise in den AEV-Block aufmachten. Glück für sie, so sahen sie den Ehrentreffer aus nächster Nähe. Für Mikko Vainonen war nach einem Bandencheck das Spiel ebenso zu Ende wie für Patrick Klein nach dem 5:0. Jetzt hatte Augsburg ein fünfminütiges Powerplay, das zunächst nach hinten losging, denn Schymainski fuhr einen Break und überwand Roy. Der Jubel der KEV-Fans war von kurzer Dauer, denn der AEV legte im langen Powerplay nach. Erst erzielte White das 6:1, vorausgegangen war ein überraschender Pass von Trupp, den Daniel Schmölz nicht an Pätzold vorbei bekam, aber da gab es ja noch White. Dann spielte LeBlanc erst nebens Tor ab auf White, fuhr ins Getümmel vor Pätzold und drückte die Scheibe über die Linie – nach gut der Hälfte des Spiels führten die Panther mit 7:1 und versuchten jetzt etwas Kräfte zu sparen fürs München-Spiel am Dienstag. Olivier Roy bekam deshalb etwas mehr zu tun, parierte aber alles was seine Defense passieren ließ.

Verwalten und nicht verletzen sollte das Motto des Schlussabschnitts ein, ersteres gelang gut, das zweite Ziel wurde klar verfehlt. In der 42. Minute bekam Drew LeBlanc einen Puck ins Gesicht und wurde stark blutend in die Kabine geführt, ein paar Minuten darauf war es Arvids Rekis, der sich einen Cut einfing. Während der Lette bald wieder mitspielen konnte fehlten zum Spielende Jaro Hafenrichter mit einer Schulterverletzung sowie Brady Lamb, der einen Schuss mit dem Fuß geblockt hatte und erst wieder zur Ehrenrunde aufs Eis kam.
Bleibt zu hoffen, dass die Angeschlagenen bis Dienstag wieder einsatzbereit sind, wenn sich Meister München ein zweites Mal im Curt-Frenzel-Stadion vorstellt. Bei der Pressekonferenz klang Mike Stewart bei LeBlanc und Hafenrichter vorsichtig optimistisch, wegen Davies und Parkes werden die Ergebnisse der Untersuchung am Montag abgewartet. Brady Lamb wurde nicht erwähnt, was hoffentlich ein gutes Zeichen ist.

Im spannenden Endspurt sind die vielen Ausfälle natürlich doppelt bitter, weshalb sich die Panther jetzt verstärkt auf dem Stürmermarkt umsehen werden. Außerdem könnte Nachwuchshoffnung Marco Sternheimer vom Oberligisten Sonthofen in den Pantherkader beordert werden, auch wenn Stewart ihm erst noch ein wenig unterklassige Zeit gönnen möchte, bevor er gegen die „großen Nürnberger oder Münchner“ in den Kampf geschickt wird.

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