AEV muss sich mit 3:4 nach Overtime gegen ERC Ingolstadt geschlagen geben

von Leserreporter Oliver Böhmaus Augsburg-Stadt

Das Lokalderby gegen die Panther aus Ingolstadt stand am Mittwochabend im Curt-Frenzel-Stadion an. Und auch die dritte Begegnung dieser Saison ging, mit 3:4 nach Overtime, verloren (2:0/1:1/0:2/0:1). Bis zum 3:0 dominierte der AEV, anschließend brachte man nicht mehr viel Positives zu Stande. Im Gegenteil, der Ausgleich fiel in der 60. Spielminute. 5878 Zuschauer sahen im Verlauf der Partie zwei völlig gegensätzliche Gesichter sowohl der Augsburger wie Ingolstädter Panther. Nach seiner Verletzung im CHL-Spiel gegen Biel war Olivier Roy erstmals wieder als Starting-Goalie gesetzt. Dementsprechend musste der bis dato enttäuschende Mitch Callahan als „überzähliger Ausländer“ auf die Tribüne. Kurzfristig musste Henry Haase für die heutige Partie absagen.
 Drittel 1

Die 5878 Zuschauer im Curt-Frenzel-Stadion sahen von Anfang an eine schnelle Partie. Die erste Möglichkeit hatten die Gäste aus den Donauniederungen. Brett Olson konnte ungehindert abziehen, aber Roy war zur Stelle und konnte mit der Stockhand den Puck über das Tor lenken. Die erste dicke Chance für den AEV hatte Jaroslav Hafenrichter bzw. aus dem anschließenden Gestochere entwickelte sich erhebliche Torgefahr vor dem Kasten von Timo Pielmeier. Scott Kosmachuk musste in der 7. Minute wegen Hohen Stocks vom Eis. Somit standen das bis dato prozentual beste Powerplay-Team der Liga dem bis dato schlechtesten Unterzahlteam gegenüber. Aber auch in dieser Übung, dem Unterzahlspiel, zeigt die Tendenz für den AEV klar nach oben, den Schanzern gelang nur wenig Konstruktives. Im Anschluss konnten sich die Panther zunehmend mehr Spielanteile erspielen. Nach einem guten Pass von hinter dem Tor durch Adam Payerl hatte Jacob Mayenschein eine gute Möglichkeit auf die Führung. Kurz darauf scheiterte Thomas Holzmann an Pielmeier. Aber die Panther konnten sich immer wieder im Ingolstädter Drittel festsetzen.
Der Ingolstädter Foucault musste in der 15. Minute vom Eis. Somit stand das erste Powerplay der Panther an, aber die Gäste verstanden es gut das Spiel auf die Außenbahnen zu lenken. In der 18. Minute traf AEV-Verteidiger John Rogl Pielmeier hart am Helm. Nach kurzer Spielunterbrechung fiel das 1:0 für den AEV. Ein Blueliner von Braden Lamb wurde von Publikumsliebling T.J. Trevelyan unhaltbar abgelenkt. Für das 2:0 zeichnete sich Augsburgs Topscorer Payerl verantwortlich, der einen hervorragenden Pass von Kapitän Steffen Tölzer einnetzen konnte.

Drittel 2

Dustin Friesens Strafzeit wegen Haltens aus der 24. Minute dauerte nicht lange. Daniel Schmölz erhöhte, nach einem Hintertorpass von Sahir Gill, vom Bullypunkt aus, auf 3:0. Entscheidend für diesen Treffer war das konsequente Forechecking von David Stieler. Und die Panther blieben weiter das dominierende Team auf dem Eis. Die Schanzer kamen bis dahin nur sporadisch zu Entlastungsangriffen. Nach einer vergebenen Chance von Holzmann (32.) wurde es für den AEV gefährlich. Im direkten Gegenzug scheiterte Foucault nur knapp. Von da an tauchten die Schanzer immer häufiger vor dem AEV-Tor auf. Fünf Minuten vor Drittelende brachte T.J. mittels Beinstellen einen Ingolstädter zu Fall. Aber die positive Tendenz im Unterzahlspiel des AEV setzte sich auch diesmal fort. Kurz darauf brachte ein Schuss von Fabio Wagner den Anschlusstreffer zum 3:1. Anschließend zeigten die Ingolstädter viel Einsatz und sorgten für einige brenzlige Situationen vor dem Augsburger Tor. Die Hausherren verstanden es aber, den Zwei-Tore-Vorsprung in die Drittelpause zu bringen.

Drittel 3

Die Ingolstädter kamen mit viel Schwung ins dritte Drittel. Maurice Edwards traf gleich zu Beginn das Gestänge. Ein harter Check von David Elsner gegen Trevelyan unterbrach den Ingolstädter Tatendrang vorübergehend. Das Überzahlspiel der Panther war aber sehr übersichtlich. Der Treffer zum 3:2 von Edwards in der 46. Minute unterstrich die Bemühungen der Schanzer. Die Panther waren in dieser Spielphase zu passiv, das berühmt-berüchtigte Momentum hatte endgültig die Seite gewechselt. Neben haarsträubenden Fehlern im Aufbau ging nahezu jegliche Offensivbemühung verloren. Ein offensives Lebenszeichen zeigte Payerl in der 52.Minute. Sein Blueliner war aber sichere Beute des Ingolstädter Goalies. Ein hoher Stock von Wagner, Schmölz hatte einen ordentlichen Cut im Gesicht, wurde mit 2 plus 2 Minuten geahndet (53.). Aber die Überzahlcracks der Panther wollten nicht so recht ins Rollen kommen. Noch während der laufenden Strafzeit der Ingolstädter erschwerte Simon Sezemsky das Pantherleben mit einer Strafe wegen Hakens zusätzlich. Die verbleibende Unterzahl konnten die Panther aber unbeschadet über die Zeit bringen. In der letzten Minute der regulären Spielzeit gelang schließlich den Ingolstädtern, mit sechs Feldspielern auf dem Eis, der Ausgleich. Torschütze war Michael Collins.

Overtime

Drew LeBlanc und Sahir Gill hatten auf Seiten der Panther jeweils die Gelegenheit, das Spiel zu entscheiden. Ins Tor trafen aber die Gäste in Person von Edwards, Endstand 3:4.

Weitere Bilder

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

Neueste Kommentare

CHRIS Kolonko mit Live-Band
15 Stunden 3 Minuten
CHRIS Kolonko mit Live-Band
15 Stunden 3 Minuten
CHRIS Kolonko mit Live-Band
18 Stunden 24 Minuten
Sonnenuntergang
1 Tag 10 Minuten
Sonnenuntergang auf dem Land
1 Tag 11 Minuten


X