AEV rupft Adler Mannheim mit 4:2

von LeserReporter Oliver Böhm aus Augsburg-Stadt

Der AEV besiegt die Adler Mannheim mit 4:2 (1:1/3:1/0:0). Dem kollektiven Jubel im Curt-Frenzel-Stadion ging eine beeindruckende Drew-LeBlanc-Show voraus. Mit zwei Assists und einem Tor war LeBlanc der überragende Spieler des Nachmittags. Die weiteren Torschützen für den AEV waren Daniel Schmölz, Matt Fraser und Patrick McNeill. Torschütze für Mannheim war zweimal David Wolf.

 

Am Sonntagnachmittag stand der 48. Spieltag der DEL Hauptrunde an. Zu Gast im Curt-Frenzel-Stadion waren die Adler aus Mannheim, die gegenwärtig Tabellenplatz drei belegen. Beide Teams gingen mit zuletzt drei Niederlagen in Folge in die Partie. Die Augsburger Specialteams zeigten mit zwei Powerplaytoren und einem Shorthander eine tadellose Performance.

Aussichten: die Nürnberg Ice Tigers (Tabellenplatz 9, 70 Punkte) wird man wohl nicht mehr überrunden können. Mit 12 Punkten Vorsprung auf die Kölner Haie (Tabellenplatz 11, 53 Punkte), sollte die Preplayoff-Teilnahme des AEV aber sichergestellt sein.

 

Drittel 1

Die erste nennenswerte Aktion das Nachmittags fand in der 3. Spielminute statt. Ein brutaler Check gegen den Kopf von Henry Haase führte erstmal zu einer Spielunterbrechung. Der Augsburger Verteidiger musste stark blutend das Spielfeld verlassen und kam auch nicht mehr aus den Katakomben zurück. Für den Mannheimer Phil Hungerecker war das Spiel mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe, also 5 plus 20 Minuten, schnell vorbei. Das 1:0 markierte Daniel Schmölz (4.). Während Simon Sezemsky alle Aufmerksamkeit auf sich zog, konnte sich Schmölz am kurzen Pfosten positionieren und mit einer kleinen aber feinen Bewegung zum 1:0 einnetzen. Passgeber war wieder einmal Drew LeBlanc.

Olivier Roy war in der 8. Minute mit einer ersten Glanztat zur Stelle. Nach einem Querpass von Mathias Plachta scheiterte V. Klos aus der Nahdistanz am schnellen Schoner von Roy. Und weiter stand der Augsburger Goalie im Mittelpunkt. Nach einem Aufbaufehler der Panther konnte Roy den Winkel gegen David Wolf entscheidend verkürzen, Wolf traf nur die Latte (10.).

Scott Kosmachuk brachte sich mit einem Beinstellen in der 11. Minute auf die Strafbank. In Überzahl traf Plachta nur das Außennetz. Ein Break von Scott Valentine beendete aber die Mannheimer Überzahl, die Gäste konnten sich nur per Foul behaupten. Weiter ging es mit 4 gegen 4.

Ein Abpraller von hinter dem Tor, der unter anderem seinen Weg über das Gesicht von Andrew Desjardins fand, leitete den Ausgleich ein. Nutznießer war David Wolf. Nach dem Anschlusstreffer taten sich die Panther zunehmend schwer. Mannheim konnte sich immer wieder im Augsburger Drittel festsetzen. Mannheims Youngster Tim Stützle konnte sich mehrmals gut in Szene setzen.

 

Drittel 2

Die Panther kamen mit Schwung aus der Kabine. Kosmachuk und Payerl konnten erste Möglichkeiten verbuchen. Tommi Huhtala bescherte den Augsburger Panthern die nächste Überzahl. Behinderung plus Reklamieren brachten 2 plus 2 Minuten ein. Und wenn ein Drew LeBlanc mal nicht passen kann, dann macht er es halt selber. Das 2:1 war ein platzierter, halbhoher Schuss, quer durch Freund und Feind hindurch (26.). Ein Haken von Simon Sezemsky brachte die Hausherren wieder in Unterzahl (28.), aber die Panther überstand auch diese Stresssituation.

Bis dahin war Mannheim im Spiel 5-gegen-5 deutlich überlegen. Aber dann kam Matt Fraser zu einem Break und konnte Endras zwischen Arm und Schoner überwinden: 3:1 (31.). Es folgte ein Schlagabtausch hüben wie drüben. Stützle traf in der 32. den Pfosten, Fraser scheiterte in der 34. Minute mit einem Konter an Endras.

In der 37. Minute mussten sich die Panther wieder im Penaltykilling beweisen, Fraser musste wegen Spielverzögerung vom Eis. Diesmal hielt der Augsburger Verteidigungsverband nicht, Wolf machte seinen zweiten Treffer zum 3:2-Anschluss. Nur wenig später konnte sich John Rogl nur mit einem Foul gegen Stützle wehren (39.). Aber bekanntlicherweise führt ja Augsburg die Shorthander-Statistik der DEL an. Warum zeigten Drew LeBlanc mit unglaublicher Spielübersicht und einem Wahnsinnspass und Patrick McNeill mit seinem Treffer zum 4:2 (40.).

 

Drittel 3

Die Kurpfälzer gaben im Abschlussdrittel klare die Stoßrichtung vor, aber die Pantherabwehr stand stabil vor dem Pantherkäfig und ließ kaum gefährliche Situationen zu. Die Adler kamen kaum in den Slot, wenn doch einmal, wurden sie konsequent abgeräumt. Wegen zu vieler Spieler auf dem Eis mussten die Adler in der 55. Minute auf die Strafbank. Mit 6 Feldspielern auf dem Eis wollten die Mannheimer das Spiel kurz vor Ende noch drehen. Aber David Wolf besiegelte den Augsburger Sieg mit einem Check von Hinten. Leidtragender war McNeill, Wolf musste zwei Minuten vor Spielende mit 2 plus 10 Minuten zum vorzeitigen Duschen.

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