Afterworkparty in Hoffenheim – FC Augsburg siegt mit 2:4

von LeserReporter Florian Handl aus Augsburg-Stadt
Martin Schmidt kann sich über einen wichtigen Auswärts-Erfolg seiner Mannschaft freuen, denn dank der drei Punkte gegen Hoffenheim kann sich der FC Augsburg wieder im Mittelfeld der Tabelle festsetzen.

Ein überragendes Offensivtrio um Philipp Max (zwei Tore), Florian Niederlechner (drei Vorlagen und Elfmeter herausgeholt) und Fredrik Jensen (ein Tor) sowie Iago mit dem Schlusspunkt sichern Augsburg den 2:4 Auswärtssieg in Hoffenheim. Es war der erste Augsburger Sieg im neunten Auswärtsspiel bei den Hoffenheimern. Mit 13 Punkten aus den letzten fünf Spielen ist der FC Augsburg das Team der Stunde und klettert vorübergehend auf den zehnten Tabellenplatz. Die Winterpause kommt für Trainer Martin Schmidt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, so heiß brennt sein Team momentan. Aber bevor es endgültig in die Winterpause geht, kommen noch die beiden Spiele zu Hause gegen die Fortuna aus Düsseldorf (Dienstag, 17. Dezember, 20.30 Uhr) und in Leipzig (Samstag, 21. Dezember, 15.30 Uhr). Wir haben schonmal sechs Punkte auf den Wunschzettel für Weihnachten geschrieben. Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Initiative und ließen die Kugel in ihren Reihen zirkulieren. Aus den am Ende knapp 70 Prozent Ballbesitz konnte die TSG aber kein Kapital schlagen. Auf der Gegenseite lauerte der FCA auf Konter – dort hatte Trainer Martin Schmidt die Schwäche von Hoffenheim ausgemacht. Die erste nennenswerte Chance des Spiels vergab Niederlechner in der 3. Minute. In der 11. Minute machte er es  besser: Erst stibitzte er Akpoguma die Kugel, stürmte allein auf Baumann zu und legte dann cool für den mitgelaufenen Max quer, der nur noch zum 0:1 einschieben musste.

Doch der Ausgleich für die TSG fiel postwendend: Die Hoffenheimer kombinierten sich über mehrere Stationen hinweg nach vorne. Das Ende der Kette bildete Skov, der aus 17 Metern im unteren rechten Eck einnetzte (14.). Danach drückte Schreuders Team den FC Augsburg immer weiter hinten rein. Zum Glück brachte Augsburg im eigenen Strafraum immer noch ein Bein dazwischen, kam jedoch nur noch selten vor das Hoffenheimer Gehäuse. Die einzige echte Torchance hatte kurz vor der Pause Bebou, der nach Bicakcics Flugball zum Schuss kam (43.). Aber Koubek war auf dem Posten und so blieb es beim 1:1 nach 45 Minuten.

Brutal effiziente Augsburger

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein gewohntes Bild: Hoffenheim mit viel Ballbesitz, zu wenig Tempo und ungenauen Zuspielen in die Spitze. Wie es besser geht zeigte der FCA. Die Gäste aus Augsburg standen tief in der eigenen Hälfte und wenn sie einmal in den Ballbesitz gelangten ging es rasend schnell nach vorne. So auch in der 51. Minute, als Jensen Niederlechner schickte, dieser im Strafraum seinen Körper geschickt einsetzte und vom unglücklich agierenden Akpoguma umgerempelt wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Max eiskalt zur erneuten Augsburger Führung. Fünf Minuten später eroberte Max die Kugel von Bebou und ließ diese für Niederlechner liegen. Der passte durch die Schnittstelle in der Hoffenheimer Defensive und fand den von der Mittellinie startenden Teamkollegen Jensen. Mit dem ersten Ballkontakt spitzelte dieser den Ball mit dem Außenriss durch die Hosenträger des herauseilenden Baumann ins Netz (56.).

Kurz wurde es noch einmal spannend, als die Hausherren nach Skovs Flanke und Locadias präzisem Kopfball noch einmal herankamen (80.). Doch ein letzter Augsburger Konter sorgte in der 85. für klare Verhältnisse: Die Hoffenheimer warfen alles nach vorne und Niederlechner hatte links viel Platz und bediente mustergültig Iago im Zentrum, der nur noch zum entscheidenden 4:2 einschieben musste. Iago war vor der Partie für den gesperrten Vargas (5. Gelbe) ins Team gerückt.

Herausragendes Trio

Philipp Max wandelte mit seinem Doppelpack auf den Spuren seines Vaters Martin Max, der 21 Doppelpacks in der Bundesliga geschnürt hatte. Ebenfalls überragend: Florian Niederlechner mit vier Assists – drei direkten Vorlagen und einem herausgeholten Elfmeter. Das war in der Bundesliga zuletzt Szabolcs Huszti am zweiten Spieltag der Saison 2012/13 gelungen. Auch der Finne Fredrik Jensen erwischte einen Sahne-Tag – er war ein ständiger Unruheherd in der Hoffenheimer Defensive, ging weite Wege und belohnte sich am Ende mit einem Tor für seine gute Leistung.

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