FC Augsburg mit Null-Nummer gegen Paderborn

von LeserReporter Christian Maniccia aus Augsburg-Stadt

Hielt seinen Kasten sauber und sorgte für einen wichtigen Punkt.

Am 28. Spieltag empfing der FC Augsburg in der WWK Arena den Tabellenletzten aus Paderborn.  Es war gleichzeitig das 300. Bundesliga-Spiel für den FCA als auch für Kapitän Daniel Baier. Insgesamt entwickelte sich ein recht unterhaltsames Bundesligaspiel mit einigen Chancen auf beiden Seiten. Die besten Chancen der Partie hatten die Gäste aus Paderborn und nur dank eines starken Auftritts des FCA-Keepers Luthe konnte man die Null halten.

Trainer Heiko Herrlich wechselte gegenüber dem 3:0-Auswärtssieg gegen Schalke auf nur einer Position. Kapitän Daniel Baier rückte wieder in die Startelf zurück, für ihn musste der angeschlagene Gruezo auf die Bank.

Auf der anderen Seite wechselte Paderborns Trainer Steffen Baumgart im Endspiel um den Nicht-Abstieg auf zwei Positionen. Für Mohamed Dräger und Kai Pröger rückten Streli Mamba und Laurent Jans in die Startelf.

Riesenchance für Streli Mamba

Der FCA begann die erste Halbzeit ungewohnt mit viel Ballbesitz und druckvoll. Erwartungsgemäß zog sich Paderborn weit in der eigenen Hälfte zurück und überließ den Fuggerstädter den Ball, um dann bei Balleroberung schnell umzuschalten. In den ersten 15 Minuten hatten die Fuggerstädter bis zu 72% Ballbesitz konnten sich aber in Strafraumnähe kaum durchsetzen. Den ersten Torabschluss verzeichnete der FC Augsburg nach einem Freistoß von Löwen (7.). Doch die erste dicke Chance hatte im Anschluss Paderborn und was für eine. Nach einem Solo von Antwi-Adjei, der von keinem Augsburger angegriffen wurde, verwandelte sich der misslungene Abschluss in eine Vorlage für  Mamba. Der deutsch-kongolesische Stürmer aber kam einen Schritt zu spät an den Ball und konnte die Kugel aus knapp 5 Metern nicht mehr auf das Tor lenken (12.). Nach der Chance für Paderborn fasste die Ostwestfalen Mut während Augsburg etwas den Faden verlor. Zum ersten Mal musste Augsburgs Keeper Luthe in der 21 Minute eingreifen, als Mamba seinem Gegenspieler enteilte und alleine auf den Torwart zulief. Doch Luthe, der weit aus seinem Kasten herauseilte, konnte dem Paderborner Stürmer mit den Fingerspitzen noch nach außen drängen.

Kurz darauf entschärfte Augsburgs Schlussmann, dessen Sicht durch Vasiliadis verdeckt war, einen Schuss von Holtmann mit einem starken Reflex zur Ecke (22.).

Erst danach zeigte Augsburg eine erste Reaktion als Baier mit Augsburgs erstem Torschuss aus dem Spiel heraus abschloss (25.). Doch der zu unplatzierte Schuss des Jubilars konnte Paderborns Torwart Zingerle nicht überraschen. Augsburg wurde in dieser Phase wieder etwas dominanter, war aber nur lediglich über Standards wie beim Kopfball von Vargas gefährlich (34.). Somit ging es Leistungsgerecht in die Pause mit leichten Vorteilen für Paderborn, die die besseren Chancen zur Führung hatten.

Vargas auffälligster Augsburger Feldspieler

Auch die zweite Halbzeit begann für den FCA vielversprechend und mit viel Druck nach vorne. Kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, so sah Gjasula seine insgesamt 15. Gelbe Karte der Saison (52.). Nun Jagd der Paderborner Spieler, der das nächste Spiel gegen Dortmund gesperrt sein wird, den ewigen Rekord von Hajto aus der Saison 98/99 mit 16. Verwarnungen. Die erste Chance in der zweiten Halbzeit hatte Khedira nach der nächsten gefährlichen Standardsituation (53.), doch sein Kopfball verfehlte knapp das Tor. Augsburg drängte immer mehr auf die Führung und das lag vor allem an Ruben Vargas, der immer stärker wurde. Der Schweizer Spieler im Trikot des FCA war gleich an mehreren Angriffen beteiligt. Zunächst  blieb er noch hängen oder wurde abgeblockt (47.). Nach einer Hereingabe von Niederlechner verpasste er nur um Haaresbreite (54.) die Führung. Kurz darauf die nächste Volleychance nach einer Ecke von Löwen (58.).

Luthe rettet Punkt

In der besten Phase der Augsburger wachten auf einmal die Ostwestfalen wieder auf. Nach einem Konter der Gäste tauchte plötzlich  Holtmann alleine vor Luthe auf. Sein Abschluss konnte Luthe mit den Fingerspitzen an den Pfosten lenken (61.). Das Spiel begann zu kippen. Für Paderborn war es heute möglicherweise die letzte Chance zum Klassenerhalt und deswegen warfen sie alles nach vorne. Die Augsburger wirkten in den letzten 30 Minuten deutlich müder. Und nur dank Luthe konnten die Fuggerstädter die Null halten, als der Keeper die nächste hochkarätige Chance der Paderborner vereitelte (70.). Der gerade eingewechselte Michel tauchte nach einem langen Ball alleine vor Luthe, der lange stehen blieb, auf und blockte mit den Arm reaktionsschnell dessen Schuss.

Die Schlussphase wurde dann immer hektischer, als dann Paderborn alles nach vorne warf um den Sieg einzufahren. Jetzt war es Augsburg der auf Konter lauerte, um noch den Lucky Punch zu setzen. Und beinahe hätte der eingewechselte Sarenren Bazee erneut als Joker zugestochen. Doch diesmal konnte der Schlussmann der Paderborner Zingerle sich auszeichnen und den abgefälschten Schuss aus wenigen Metern zur Ecke klären. Die letzte Chance das Spiel zu entscheiden, hatte kurz vor Schluss Gruezo (89.). Sein Schuss zentral von der Strafraumkante aber verfehlte knapp das Tor, obwohl die gesamte Augsburger Bank bereits zum Jubeln aufgesprungen war.

 

Somit endete die Partie zwischen Augsburg und Paderborn torlos. Insgesamt kein ungerechtes Ergebnis aber Augsburg kann sich bei seinem Torhüter für den Punkt bedanken. Mit dieser Leistung festigt Luthe seinen Platz als Nr. 1 im Tor und kann ohne großen Druck am Samstag auswärts gegen Hertha antreten. Für Paderborn wird es wohl trotz guter Leistung aber mangelnder Chancenverwertung bald ein Wiedersehen in der zweiten Liga geben, denn der nächste Gegner heißt am Sonntag im eigenen Stadium Borussia Dortmund.

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