FC Augsburg weiter ohne Punkt im neuen Jahr

von LeserReporter Christian Maniccia aus Augsburg-Stadt
Machte seine Sache in der Innenverteidigung gut und gewann insgesamt 79% seiner Zweikämpfe. Trotzdem konnter er auch nicht vermeiden dass Augsburg zwei Gegentreffer kassierte

Nach der unglücklichen Niederlage daheim gegen Dortmund wollte der FCA die ersten Punkte im neuen Jahr gegen Union in der „alten Försterei“ einfahren. Doch der Befreiungsschlag ging nach hinten los. Der FC Augsburg verlor in einem kampfbetontem Spiel gegen Union mit 2-0. Beide Tore fielen in der zweiten Halbzeit und zwar in der 47. Minute durch Subotic nach einer Ecke und in der 67. Minute durch Ingvartsen. Auch die Schlussoffensive der Fuggerstädter konnte die Niederlage nicht mehr abwenden.Trainer Martin Schmid veränderte seine Startelf nach der 3-5 Niederlage gegen Dortmund gleich auf zwei Positionen. Für Jensen, der wegen eines Magen-Darm-Infekts während der Woche nicht hatte voll trainieren können, startete Andre Hahn. Außerdem rückte Uduokhai in die Innenverteidigung und Jedvaj auf die rechte Abwehrseite für Lichtsteiner.Diese Maßnahme sollte vor allem die Abwehr stabilisieren und die gefährlichen kopfballstarken Angreifer von Union in Schach halten.

Union Berlins Trainer Urs Fischer wechselte nach der Niederlage gegen Leipzig auf drei Positionen. Von Beginn an startete Ujah für Bülter und Schlotterbeck rückte für Parensen in der Dreierkette. Auch Kapitän Trimmel meldete sich rechtzeitig nach einem Infekt zurück und verdrängte Ryerson auf die Ersatzbank.

Robustes Spiel mit wenigen Höhepunkten

Vor dem Spiel hatte Trainer Schmid folgendes erwartet: „Es wird ein Kampfspiel, darauf müssen wir uns mental und körperlich einstellen". Genau deswegen stellte der Trainer um und es rückte in die Innenverteidigung Uduokhai. Der U21 Nationalspieler zahlte das Vertrauen aus und gewann in der ersten Halbzeit die meisten Zweikämpfe auf dem Platz.
Den besseren Start in der ersten Hälfte hatten die Eisernen die bereits in der 5. Minute den ersten Abschluss mit Lenz verzeichnen konnten. Den gefährlichen Aufsetzer konnte Torwart Koubek auf Kosten einer Ecke entschärfen.
Im Gegensatz zum Dortmund Spiel verteidigte Augsburg deutlich kompakter und presste bei weitem nicht so oft und hoch. Eine Konsequenz aus den Kritiken aus der unnötigen Niederlage gegen Dortmund, wo man zunächst nicht nur mit 1:0, sondern später auch mit 2:0 und 3:1 geführt hatte und trotzdem schlussendlich 3-5 verloren hatte.
Obwohl Augsburg nicht so hoch anlief, hatten die Fuggerstädter bereits in der 13. Minute einen Abschluss aus aussichtsreicher Position. Doch Max harter Freistoß knapp außerhalb des Strafraums verfehlte das Tor von Gikiewicz deutlich.

In den ersten halbe Stunden war Union die aktivere Mannschaft mit mehr Ballbesitz, konnte aber aus den Ballbesitz kein Kapital schlagen. Augsburg lies hinten wenig zu, brachte aber nach vorne selber wenig zustande. Gefahr kam nur aus Standardsituationen wie in der 19. Minute als der Ex-Augsburger Friedrich es mit einem Seitfallzieher probierte, aber das Tor verfehlte.

In der 21. Minute Unions beste Chance als die Augsburger einen Ball im Strafraum nicht klären konnten und ein Schuss von Andrich in letzter Sekunde abgeblockt wurde. Danach spielte sich die Partie hauptsächlich im Mittelfeld ab. Die letzten Minuten gehörten den Fuggerstädter, die mehr Druck auf das Tor von Gikiewicz machten ohne aber im Abschluss gefährlich zu werden. Die einzig nennenswerte Abschluss kam von Vargas der nur das Aussenetz traf (37.) Folgerichtig ging es mit 0-0 zur Pause.

Blitzstart Union

Beide Mannschaften kamen aus der Kabine unverändert. Doch genau wie in der ersten Halbzeit begannen die Gastgeber besser und das Führungstor kam erwartungsgemäß aus einer Standardsituation. In der 47. Minute verlängerte Hahn den Ball per Kopf unfreiwillig auf den zweiten Pfosten, wo Subotic komplett alleinstehend den Ball nur über die Linie drücken musste.
Der Führungstreffer gab den Berliner zusätzlichen Auftrieb während die Augsburger ratlos wirkten. Bereits in der 67. Minute konnte Union ihre Führung mit Ingvartsen ausbauen. Nach einer Flanke von Lenz aus der linken Seite konnte die Augsburger Abwehr den Ball nicht klären. Der Ball landete über Umwegen vor den Füße von Andrich. Dieser legte im Strafraum quer auf Ingvartsen, der mit Hilfe des rechten Innenpfostens den Ball im Augsburger Tor versenkte.
Der FCA bemühte sich nun das Spiel zu lenken, doch fehlte es heute vorne an Durchschlagskraft und hinten war man wie in der 72. Minute Konter anfällig.

FC Augsburg wirft alles nach vorne

Nach der Doppelführung von Berlin und mit der Herreinnahme von Löwen für Khedira (71.) und von Finnbogason für Vargas (77.) warf der FCA noch mal alles nach vorne und erarbeitete sich durchaus einige Torchancen.Zunächst noch verfehlte Richter mit einem Schuss in der 84. Minute aus der Strafraumkante das Tor der Eisernen.

In der Schlussphase hatte Niederlechner eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit die dicke Möglichkeit den Rückstand zu verkürzen. Nach einer Ecke verlängerte Finnbogason zu Niederlechner, der aus wenigen Metern den Ball aufs Tor lenkte. Doch Unions Keeper Gikiewicz konnte mit einem starkem Reflex den Ball über die Latte lenken. Nur eine Minute später hatte Finnbogason die nächste gro0e Chance nach einer Ecke. Aber auch der isländische Torjäger, der zum ersten Mal seit zweieinhalb Monaten im Kader stand, verfehlte das Tor aus wenigen Metern.

So gewann Union nicht unverdient das Spiel, weil sie ihre wenigen Chancen konsequent nutzten und hinten bis auf die Schlussphase wenig zuließen. Der Aufsteiger zog mit den Sieg an den Augsburgern in der Tabelle vorbei. Der FC Augsburg hingegen startete das neue Jahr ohne Punkte und blieb das erste Mal seit 9 Spielen ohne Tor.

Am Samstag um 15:30 geht der FC Augsburg gegen Werder Bremen daheim in der WWK Arena wieder auf Punktejagd, während Union das schwierige Auswärtsspiel in Dortmund hat.

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