FC Augsburg sichert zehnte Bundesliga-Saison in Folge

von LeserReporter Florian Handl aus Augsburg-Stadt

Mit einem Unentschieden gegen Tabellennachbar Düsseldorf sichert sich der FC Augsburg den Klassenerhalt und die Teilnahme an der Bundesligasaison 2020/21.

Die Fortuna ist dem FC Augsburg hold – dank einem verdienten 1:1-Unentschieden bei den Düsseldorfern, schafft das Team von Heiko Herrlich den Klassenerhalt und feiert in der kommenden Saison seine zehnjährige Bundesligazugehörigkeit. Bereits in der 10. Minute erzielte Florian Niederlechner, nach einem starken Solo, die zwischenzeitliche 0:1-Führung aus Sicht des FCA. Da auf Düsseldorfer Seite nur Rouwen Hennings in der 25. Minute zum 1:1 Endstand traf, haben die Augsburger vor dem letzten Spieltag nun sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Auf diesem stehen weiter die Düsseldorfer. Niederlechner hatte mit seinen 13 Saisontoren nicht nur heute entscheidenden Anteil an der Erfüllung des Minimalziels „Ligaverbleib“. Auf der Heimfahrt wird sicher kräftig gefeiert werden, dies verkündete zumindest Augsburgs Keeper Luthe nach Spielschluss.

Nach der 1:3-Heimniederlage gegen Hoffenheim wirbelte Augsburgs Trainer Heiko Herrlich seinen Kader kräftig durcheinander: Framberger, Uduokhai, Khedira, Richter, Sarenren Bazee und Niederlechner begannen für Lichtsteiner, Suchy, Baier, Löwen, Finnbogason (alle auf der Bank) und Jedvaj (Gelbsperre).

Schock und Jubel liegen dicht beieinander

Beide Teams wussten wie wichtig das heutige Duell ist. Ein Fehlgriff, ein verlorener Zweikampf oder ein schlecht platzierter Schuss kann am Ende den Unterschied ausmachen zwischen Abstieg und Rettung. Wer dachte, dass die Teams sich erst einmal nervös abtasten würden, sah sich getäuscht. Bereits nach sechs Minuten jubelten die Düsseldorfer und die Augsburger protestierten wütend: Nach einem Freistoß des Ex-Augsburgers Erik Thommy schoss Torjäger Hennings unhaltbar rechts unten ein. Aus Köln jedoch bekam Referee Daniel Siebert den Hinweis sich die Szene noch einmal anzuschauen und tatsächlich revidierte Siebert seine Entscheidung. Da Düsseldorfs Ayhan kurz vor dem Schuss von Hennings die Kugel an die Hand bekommen hatte, durfte der Treffer nicht zählen. Fast im direkten Gegenzug erzielte stattdessen Augsburg das 0:1 durch Niederlechner: Der Augsburger Angreifer, der erst am vergangenen Spieltag bei der Niederlage gegen Hoffenheim seine Torblockade überwunden hatte, wurde von Max an den Strafraum geschickt, wo er erst Hoffmann sowie Ayhan wie beim Abschlussball austanzte und anschließend cool rechts unten einschob (10.).

Der einzige Düsseldorfer Torschuss in der ersten Halbzeit reichte den ansonsten zwar bemühten, aber ungefährlich auftretenden Hausherren zum 1:1-Ausgleich (25. Minute). Nach einem unpräzisen Zuspiel von Gouweleeuw Richtung Khedira, spitzelte Berisha das Leder zu Hennings, der aus halblinker Position wuchtig ins rechte untere Eck abschloss. Fast im direkten Gegenzug hätten die Gäste aus Augsburg die Hausherren beinahe erneut geschockt, doch Vargas scheiterte links im Strafraum an Kastenmeier (32.). Zur Pause stand ein Remis, mit dem beide Teams angesichts der Mainzer 2:0-Führung gegen Bremen ganz gut leben konnten.

Max und Niederlechner - ein kongeniales Duo

Mit dem Seitenwechsel kam Düsseldorf sehr behäbig aus der Kabine und wäre beinahe zum zweiten Mal an diesem Nachmittag in Rückstand geraten: Nach der Flanke von Max setzte Niederlechner seine Direktabnahme knapp neben den linken Pfosten (52.). Nur zwei Minuten später ging Niederlechner im Strafraum zu Boden, Sieberts Pfeife blieb jedoch stumm. Anschließend war es Vargas, der seinen Freiraum nicht nutzen konnte, und Kastenmeier klärte in letzter Sekunde zur Ecke (55.). Danach schlief die Partie zusehends ein, auch weil sich Augsburg immer weiter zurückzog und mit dem Unentschieden, was den Klassenerhalt bedeutete, scheinbar zufrieden war. Die letzte Chance des Spiels hatte in der 70. Minute Düsseldorfs Ayhan, der nach Hennings' Kopfball-Ablage allerdings seinen Kopf im Fünfmeterraum nicht mehr an den Ball bekam.

FC Augsburg sichert den Klassenerhalt

Mit der Punkteteilung können die Augsburger am Ende gut leben, bedeutet diese doch – zum mittlerweile neunten Mal - den sicheren Verbleib in der höchsten Spielklasse. Damit wurde das Minimalziel erreicht, die Verantwortlichen können damit jedoch nicht zufrieden sein. Denn der Kader hatte die Qualität für mehr.

 

 

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