FC Augsburg wahrt gegen den 1. FC Köln den Status quo

von LeserReporter Florian Handl aus Augsburg-Stadt

Der FC Augsburg spielte gegen den 1. FC Köln eine fulminante erste Hälfte. Verpasste es jedoch aus der großen spielerischen Überlegenheit und besten Chancen, darunter ein Elfmeter, in Führung zu gehen. Als die Augsburger es in der zweiten Hälfte langsamer angehen ließen, kamen die Kölner besser ins Spiel. Das 0:1 aus Augsburger Sicht in der 86. Minute durch Anthony Modeste war für die Geißböcke dennoch sehr schmeichelhaft. Die Fuggerstädter zeigten einmal mehr ihre Comeback-Qualitäten und erzielten durch Philipp Max zwei Minuten vor Ende noch den verdienten Ausgleich. Insgesamt muss sich das Team von Heiko Herrlich aber ärgern, dass es seine Chancen nicht genutzt hat. Die Kölner konnten zufrieden mit dem Ergebnis sein, mit ihrem Spiel sicher nicht.

Nach der 0:2-Niederlage bei Hertha BSC nahm Augsburgs Trainer Heiko Herrlich gleich fünf Änderungen in seiner Startelf vor: Statt Lichtsteiner, Suchy, Löwen (alle Bank) sowie Iago und Cordova (beide muskuläre Probleme) begannen Framberger, Jedvaj, Max, Richter und Niederlechner. Baier fehlte aufgrund einer Mandelentzündung.

FCA belohnt sich nicht für bärenstarke erste Halbzeit

Die Kölner waren in den ersten 45 Minuten überfordert mit dem schnellem Umschaltspiel und dem aggressiven Pressing des FCA. Die Mannen von Heiko Herrlich beindruckten nicht nur die Kölner, sondern auch die Zuschauer vor dem Fernseher mit ihrem schnörkellosen Spiel nach vorne. Dies spiegelte sich auch in den Statistiken der ersten Halbzeit wider: 51 Prozent Ballbesitz, 51 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 79 Prozent Passquote und starke 15:2 Torschüsse.

Ihrem Keeper Timo Horn und mangelnder Augsburger Konsequenz hatten es die Kölner zu verdanken, dass sie mit einem 0:0 in die Kabine gingen. Denn Augsburg erspielte sich Chance um Chance. Ruben Vargas scheiterte früh aus kurzer Distanz an Timo Horn (3.). In der (6.) Minute verzog der in letzter Sekunde gestörte Florian Niederlechner aus guter Position und scheiterte dann fünf Minuten später nach einem Eckball per Direktabnahme am Kölner Keeper. In der 20. Minute verfehlte Vargas mit der Pike das Kölner Gehäuse nur denkbar knapp. Die größte Chance zur Führung hatte der derzeit glücklose Florian Niederlechner, der in der 27. Minute zum Elfmeter antrat. Kölns Keeper Timo Horn hatte mit einem zu ungestümen Einsatz den starken Noah Sarenren Bazee von hinten abgeräumt. Horn konnte jedoch seinen Fauxpas gleich wieder ausbügeln, als er den zwar stramm geschossenen, aber für einen Torhüter in dankbarer Höhe platzierten Strafstoß von Niederlechner parierte. In der 35. Minute blieb Kölns Schlussman erneut siegreich im Eins-gegen-eins gegen Niederlechner. Mit dem Schlusspfiff der ersten Hälfte zirkelte Philipp Max noch einen Freistoß knapp über den Kölner Kasten.

Ausgeglichene Partie nach Wiederanpfiff

Kurz nach Wiederanpfiff gab es für Referee Benjamin Cortus erneut eine knifflige Szene im Kölner Strafraum. Erneut kam Noah Sarenren Bazee im Zweikampf, diesmal mit Rafael Czichos und ismail Jakobs, zu Fall (49.). Der Unparteiische ließ zunächst weiterlaufen, hielt dann aber Rücksprache mit dem Videoassistenten Guido Winkmann. Letztlich blieb es bei der ursprünglichen Entscheidung. Insgesamt waren die Gäste aus Köln nach der Pause deutlich besser im Spiel. Jakobs bot sich in der 62. Minute die dicke Chance zur Führung, doch der Augsburger Schlussmann Andreas Luthe parierte gegen den Versuch aus kurzer Distanz in höchster Not.

Augsburg konnte das Tempo aus der ersten Hälfte nicht halten und so gelang es den Kölnern defensiv besser zu stehen. Allgemein hatte das Spiel, bei leichten Vorteilen für den FC aus Köln, nun deutlich weniger Strafraumszenen zu bieten. Das änderte sich erst in der Schlussphase: In der 86. Minute erzielte der kurz zuvor eingewechselte Modeste nach einem gelungenen Angriff über Ehizibue und Jakobs die Kölner Führung.

Doch die Kölner Führung währte nicht lange! Augsburg zeigte sich wenig beeindruckt von der Kölner Führung und so traf Max nach Framberger-Flanke nur zwei Minuten später zum letztlich - aufgrund der ersten Hälfte - hochverdienten Ausgleich für die Augsburger (88.).

Gleichschritt im Tabellenkeller

Bis auf den SV Werder Bremen (17. / 25 Punkte) und Eintracht Frankfurt (11. / 35 Punkte) haben alle sich im Abstiegskampf befindlichen Teams Unentschieden gespielt und wahren somit den Status quo im Tabellenkeller. Bei nur noch vier zu spielenden Partien ist der Erhalt des Status quo für Augsburg 13. / 32 Punkte), Mainz (15. / 31 Punkte) und Köln (12. / 35 Punkte) Gold wert. Da diese drei Teams es verpasst haben einen Big Point zu landen, bleibt Fortuna Düsseldorf auf dem Relegationsplatz (16. / 28 Punkte) in gefährlicher Schlagdistanz.

 

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