Vor Playoff-Halbfinale gegen EHC München: Auf dem Weg zum besten AEV aller Zeiten?

Die Augsburger Panther feiern mit ihren Fans die jetzt schon historische Saison. Fotos: George Stadler

Die Spieler der Augsburger Panther machten am Sonntagabend mit einem 2:1-Sieg gegen die Düsseldorfer EG den Einzug ins Halbfinale der Playoffs und den zweitgrößten Erfolg der Vereinsgeschichte nach der Vizemeisterschaft im Jahr 2010 perfekt. Die AEV-Anhänger unter den 6139 Fans im Curt-Frenzel-Stadion rissen nach dem entscheidenden siebten Spiel der packenden Viertelfinalserie ihre Arme in die Höhe und feierten ihre Spieler auf dem Eis, die sich in einer Jubeltraube zusammengefunden hatten.
Nach neun Jahren gibt es in Augsburg im April wieder Eishockey zu sehen. Und das macht derzeit besonders Spaß, denn die Mannschaft von Chefcoach Mike Stewart harmoniert und scheint für jede Überraschung gut zu sein. Obwohl es fast keine Veränderungen am Kader im Vergleich zur vergangenen Saison (12. Platz) gibt, wirkt der AEV eingespielter und vertrauter.

Was den AEV heuer so gut macht

Der Erfolg in der laufenden Spielzeit ist schwer an Einzelspielern auszumachen, denn ob Drew LeBlanc, Matt White, Simon Sezemsky, Jaroslav Hafenrichter oder Goalie Olivier Roy, der mit starken Saves maßgeblich war - die Panther bringen heuer durch die Bank gute Leistungen. Nun muss der AEV im Derby gegen den EHC München ran. Keine leichte Aufgabe, denn München ist in den vergangenen drei Jahren Meister geworden, hat zehn Playoff-Serien in Folge gewonnen, das gab es in der DEL zuvor noch nie, und hat mit dem 62-jährigen Trainer Don Jackson den erfolgreichsten Trainer der DEL-Geschichte. Der US-Amerikaner holte an der Seite von Wayne Gretzky mit den Edmonton Oilers die begehrte NHL-Trophäe, den Stanley-Cup.

AEV im Nachteil aber nicht chancenlos

Mit dem deutschen Nationaltorhüter Danny aus den Birken besitzen sie obendrein den Torwart und Spieler des Jahres der DEL und im Vergleich zu den Augsburgern haben sie einen breiten Kader und können Verletzungen wie die von Konrad Abeltshauser leicht kompensieren. Der AEV hingegen tut sich schwer, die verletzten Stürmer TJ Trevelyan und Christoph Ullmann zu ersetzen. Ullmann kassierte gegen Düsseldorf einen Check gegen die Bande und ging zu Boden. Dabei verschluckte er seine Zunge und blieb bewusstlos auf dem Eis liegen. DEG-Teamarzt Ulf Blecker reagierte blitzschnell und rettete Ullmann das Leben.
Gegen den EHC spielt der AEV nun also faktisch nur mit drei Sturmreihen.
Die Chancen der Augsburger stehen dennoch gar nicht so schlecht, denn gegen die Münchner konnte in der Hauptrunde ein Spiel gewonnen werden. Gegen Viertelfinal-Gegner Düsseldorf war der AEV in der regulären Spielzeit kein einziges Mal siegreich.
Zudem kam es in der DEL nun zum fünften Mal zu den Halbfinal-Begegnungen des Hauptrunden Ersten gegen Vierten und Zweiten gegen Dritten. Alle vier Male hieß es dann im Finale Erster gegen Dritten. Gutes Omen also für den auf einer Euphoriewelle reitenden AEV, den Meister zu stürzen.

Chance auf Teilnahme an Champions-League

Selbst wenn die Panther im Halbfinale scheitern sollten, besteht noch die Chance auf die Teilnahme an der Champions-League. Sollte sich in der zweiten Halbfinal-Serie Mannheim gegen Köln durchsetzen, würde ein internationaler Startplatz an den Drittplatzierten der Hauptrunde, also an den AEV, fallen, da Mannheim und München als Erster und Zweiter schon ein Ticket für die Champions-League haben. Darum heißt es nun mitfiebern und Daumen drücken.

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