Die zwei Gesichter der Panther: Endlich wieder ein Heimsieg

von LeserReporter George Stadler aus Augsburg-Stadt
Fünf Sekunden Powerplay reichten fürs 2:0 durch Matt Fraser.

Während der AEV in der Champions League in jedem Spiel gepunktet und sogar alle drei Auswärtsspiele gewonnen hat, ist in der DEL der Wurm drin: 8 von neun Heimspielen wurden verloren, nur die passable Auswärtsbilanz kaschierte etwas die erfolglosen Partien im Curt-Frenzel-Stadion. Der internationale Erfolg hat auch personelle Konsequenzen: David Stieler fehlte in Mannheim, TJ Trevelyan fiel zwei Spiele aus und der Check gegen Drew LeBlancs Kopf in Liberec zwingt den Spielmacher auch weiterhin in die Zuschauerrolle, zu groß ist die Angst vor langfristigen Auswirkungen einer möglichen Gehirnerschütterung. Doch auch ohne ihn reichte es gegen biedere Schwenninger zu einem knappen 3:2-Sieg.

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Da auch Brady Lamb gesperrt fehlte, war Tray Tuomie froh, mit Scott Valentine wenigstens wieder einen Verteidiger einsetzen zu dürfen. Und dass Publikumsliebling Trevelyan wieder stürmen konnte, sah man nach einer guten Minute auf dem Videowürfel, er hatte an der Blauen Linie den Puck zurückerobert und konnte dann Schwenningens Torhüter Strahlmeier überraschen. Dieses frühe 1:0 gab den Panthern Sicherheit, auch im zuletzt oft fehlerhaften Aufbauspiel. Des Weiteren sorgten einige kleinliche Strafen gegen die Schwarzwälder für mehrere AEV-Powerplays und gleich beim ersten auch fürs scheinbar beruhigende 2:0. Dem Bullygewinn im Angriffsdrittel folgte ein Pass zurück auf Patrick McNeill, der legte quer auf Matt Fraser, Schlagschuss, Tor! Schwenningens Pfaffengut hatte noch gar nicht richtig auf der Strafbank Platz nehmen können, da erlöste ihn das 2:0 nach nur fünf Sekunden Überzahl. Der AEV stürmte weiter drauflos, und nur der mangelhaften Chancenverwertung war eine fehlende hohe Führung geschuldet. Kurz vor der Pause die größte Chance bei angezeigter Strafe: Wieder ist es Fraser, der aufs Tor zieht, von den Beinen geholt wird und im Fallen den Puck ins Tor bugsiert - leider, wie die Unparteiischen nach kurzer Videoanalyse feststellen, kam er dorthin von der Seite, unter dem vom fallenden Fraser aus der Verankerung gerissenen Tor.

Fehlpässe und Schlampereien: Ausgleich
Zwei Youngster und ein Oldie: Führung

Die Schiedsrichter hatten derweil vergessen, dass sie eigentlich zwei Fouls angezeigt hatten, und so setzte es statt des dritten Treffers bei doppelter Überzahl zu Beginn des Mitteldrittels die kalte Dusche: Mit Ablauf der Strafe wurde noch ein äußerst unglücklicher Schuss abgegeben, der am Tor vorbeigeht, aus der Rundung Richtung AEV-Tor fliegt und vom frisch von der Strafbank kommenden Yeo aufgenommen wird. Zwei Augsburger können ihm nur hinterherfahren, Goalie Roy wird verladen  - der zu diesem Zeitpunkt unverdiente Anschlusstreffer. Das überraschende Gegentor beendete Augsburgs souveränes Spiel, der zweite Abschnitt war in der Folge geprägt durch Fehlpässe und Schlampereien. So fiel dann fast zwangsläufig der Ausgleich: Steffen Tölzer verliert den Puck hinterm Tor statt ihn einfach über die Rundung rauszuspielen, MacQueen bekommt ihn im Slot und fackelt nicht lange und aus einer sicheren Führung wurde innerhalb weniger Minuten ein Unentschieden.

Während des Powerbreaks muss Trainer Tray Tuomie die richtigen Worte gefunden haben, denn jetzt lief es wieder besser für den AEV. Zwar gab es weiterhin ein paar Gastgeschenke in Form von vertändelten Scheiben, aber Roy hielt das 2:2 und die Youngster Sternheimer und Mayenschein sorgten zusammen mit Oldie Christoph Ullmann für die erneute Führung. Die Jungen hatten sich toll ins Angriffsdrittel kombiniert, der erfahrene Ullmann sich frei neben dem Tor postiert. Von dort musste er nur noch den uneigennützigen Pass von Marco Sternheimer ins leere Tor verwerten: 3:2, zum psychologisch guten Zeitpunkt kurz vor der zweiten Pause.

Das leere Tor ist wie vernagelt

Im Schlussabschnitt wurden die Schwenninger weitgehend durch Angriffs-Hockey der Augsburger vom Toreschießen abgehalten, fehlende weitere Treffer sorgten allerdings für  unnötige Spannung im jetzt wieder einseitigen Spiel. Selbst als Schwenningens Coach Thompson Strahlmeier durch einen weiteren Feldspieler ersetzte, hatte der AEV die großen Chancen - aber das leere Tor war absurderweise wie vernagelt, so dass es bis zur Sirene beim 3:2 blieb.

Am Sonntag in Straubing gegen die Mannschaft der Stunde braucht es wohl etwas mehr Effizienz und etwas weniger Fehlpässe, um gewinnen zu können.

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