61-Jähriger beleidigt nach Kö-Attacke Kurt Gribl und erhält Geldstrafe

Eine Verhandlung vor dem Augsburger Amtsgericht wegen Beleidigung musste am Donnerstag nicht stattfinden.

Für eine Beleidigung nach dem Tötungsdelikt am Königsplatz wurde ein 61-Jähriger nun belangt.

Ein 61-Jähriger sollte am Donnerstag vor dem Augsburger Amtsgericht erscheinen, weil er im vergangenen September den damaligen Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl unter anderem als "Kriminellen" bezeichnet hatte. Kurz vor der Verhandlung zog der Angeklagte seinen Einspruch gegen den Strafbefehl wegen Beleidigung allerdings zurück.

Der Strafbefehl ist damit rechtskräftig und der 61-Jährige aus dem Landkreis Kulmbach muss die Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu jeweils 40 Euro bezahlen.

Die Stadt Augsburg hatte im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt am Augsburger Königsplatz im Dezember 2019 eine öffentliche Traueranzeige veröffentlicht. Ein 49-Jähriger war auf dem Rückweg vom Weihnachtsmarkt in eine Auseinandersetzung mit einer Gruppe von Jugendlichen geraten und durch einen Schlag gegen den Kopf tödlich verletzt worden.

Als Reaktion auf die Traueranzeige wendete sich der nun Angeklagte per E-Mail an die Stadt Augsburg. Bei den Verantwortlichen handle es sich um "mainstreamgeile-, linksversiffte Idioten", behauptete der Mann. "Wenn wir, der Souverän, in unserem Land wieder für Recht und Gesetz sorgen, werden wir Kriminelle wie Ihren Bürgermeister zur Verantwortung ziehen", schrieb er außerdem.

Die Stadt erstattete Anzeige wegen Beleidigung, weshalb der 61-Jährige nun eine Strafe von insgesamt 1200 Euro zahlen muss. (lat)

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