Ausgangsbeschränkung in Nordschwaben: 128 Verstöße festgestellt – Anstieg der Fälle in Augsburg

Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung in Nordschwaben (Symbolbild).

In Nordschwaben waren zwischen Montag- und Dienstagmorgen erneut etwa 190 Polizeibeamte im Einsatz, um die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung zu kontrollieren. In diesem Zeitraum stellten die Einsatzkräfte 128 Verstöße im gesamten nordschwäbischen Raum fest. Die intensiven Kontrollmaßnahmen sollen flächendeckend weiterhin fortgeführt werden.

Gutes Wetter führt zu mehr Verstößen in Augsburg

Zwischen 6 Uhr morgens am Montag und Dienstag kontrollierten die Beamten rund 3300 Einrichtungen, Örtlichkeiten und Personen. In der Augsburger Innenstadt habe man, wohl witterungsbedingt, einen Anstieg des Personenaufkommens und damit auch der entsprechenden Verstöße festgestellt, informiert das Polizeipräsidium Schwaben Nord. So hätten die Einsatzkräfte insbesondere Personen angetroffen, die gegen die Vorgaben der Ausgangsbeschränkung verstießen beziehungsweise bei berechtigtem Verlassen der Wohnung den Mindestabstand zu anderen Personen nicht einhielten.

"Gesellige Runde" in Gundelfinden aufgelöst

Bei der Kontrolle eines Restaurants in Gundelfingen am Montagabend stellten die Beamten sieben Verstöße gleichzeitig fest. Eine Streifenbesatzung bemerkte mehrere Personen im Inneren der Gastronomie. Auf Klopfen gegen die Fensterscheibe sei es im Inneren hektisch geworden und die Beamten konnten beobachten, wie mehrere Personen über Stühle und Bänke in den Keller flüchteten.

Wenig später wurden die Beamten in das Lokal gelassen. Hierbei fanden sie neben einem servierten Gericht auch diverse Weingläser sowie Spielkarten und Bargeld auf einem Tisch vor. Sowohl gegen den Betreiber als auch gegen die Gäste wurde eine Anzeige aufgenommen. Die "gesellige Runde" wurde sofort aufgelöst, schreibt die Polizei.

Geschäft in Friedberg erwartet Anzeige

In Friedberg bemerkten die Beamten am Montagmittag ein Geschäft, bei dem Kunden zuvor bestellte Waren abholten. Zwar sei das Ladengeschäft an sich geschlossen gewesen, Kunden sei nach einem SMS-Kontakt allerdings die Abholung von bestellten Waren ermöglicht worden. Sowohl das betreffende Geschäft als auch die angetroffenen Kunden erwartet nun eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

Die Polizei betont: "Für Geschäfte, welche nicht den täglichen Versorgungsbedarf abdecken, gilt: Auch online oder telefonisch bestellte Ware darf nicht abgeholt werden – weder mit dem Auto noch zu Fuß." Das Abholen von Gegenständen, die nicht dem täglichen Versorgungsbedarf entsprechen, sei kein triftiger Grund, um die eigene Wohnung zu verlassen. Erlaubt sei allerdings die Lieferung der Ware nach Hause. (pm)

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