Durchsuchungsaktion gegen Schleuser auch in Augsburg Stadt und Land

(Symbolbild)

Im Zuge einer Durchsuchungsaktion der Staatsanwaltschaft Marburg, der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle und des Hauptzollamtes Gießen in insgesamt vier Bundesländern sind am Donnerstagmorgen auch Objekte in der Stadt und dem Landkreis Augsburg durchsucht worden. 

Ermittelt wird gegen acht mutmaßliche Schleuser, die 30 Personen mit gefälschten Dokumenten als Arbeiter eingeschleust und diese nicht zur Sozialversicherung angemeldet haben sollen. Die Beamten ermitteln im Auftrag der Staatsanwaltschaft Marburg wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern sowie des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt. Die Schleuser sollen Personen aus der Ukraine, Georgien, Weißrussland und Moldau mit gefälschten rumänischen oder griechischen Ausweisdokumenten ausgestattet haben. Die Beschuldigten sollen außerdem mehrere Unternehmen im Textilrecycling und im Baugewerbe betreiben, in denen sie die eingeschleusten Arbeitskräfte beschäftigt haben sollen, ohne sie zur Sozialversicherung anzumelden.

Am Donnerstag haben nun insgesamt 700 Einsatzkräfte der Bundespolizei und des Zolls 16 Objekte in vier Bundesländern durchsucht. Die Schwerpunkte der Maßnahmen lagen im Landkreis Marburg-Biedenkopf und im Ennepe-Ruhr-Kreis. Auch Objekte in der Stadt und dem Landkreis Augsburg waren Teil des Einsatzes. Untersucht wurden Büroräume, Wohnungen und zwei Wohnheime, die nach den Erkenntnissen der Ermittler zur Unterbringung illegaler Arbeiter genutzt wurden. Zahlreiche Beweismittel wie Geschäftsunterlagen und Datenträger wurden sichergestellt. Die Ermittlungen gegen die Beschuldigten laufen seit 2018 und dauern weiter an. (pm)

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