Fliegerbombe in Augsburg: Die Bombe ist entschärft

Die Sprengmeister Torsten Thienert und Roger Flakowski.

Nachdem in Lechhausen eine Fliegerbombe gefunden wurde, galt für die Entschärfung am heutigen Mittwoch eine Sperrzone im Radius von einem Kilometer rund um das Grundstück Pöttmeser Straße 11. Circa 100 Anwohner mussten das Gebiet verlassen. Die Evakuierung war um circa 17.45 Uhr abgeschlossen. Im Anschluss wurde die A8 gesperrt. Gegen 19.30 Uhr war dann die Bombe entschärft.

Weil in den Radius der Sperrzone ein Streckenabschnitt der Bundesautobahn 8 fiel, war eine Vollsperrung in beide Richtungen zwischen den Anschlussstellen Augsburg-Ost und Dasing erforderlich. "Es tut uns auch leid, dass es zu Stauungen kommt", sagte Friedhelm Bechtel, Pressesprecher der Augsburger Berufsfeuerwehr, schon im Voraus. Es gehe in erster Linie um die Sicherheit der Leute, denn um die Bombe entschärfen zu können, müsse diese bewegt werden. Der Blindgänger war auf einem Acker im Stadtteil Lechhausen etwa zwei Meter tief im Grundwasser gefunden worden. "Die Bombe muss vorsichtig mit einem Bagger hochgehoben und auf ein freies Feld gehoben werden", erklärte Bechtel das Vorgehen. Dort würden Spezialisten dann den Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg entschärfen.

Die Bombe selbst musste schließlich nicht gesprengt werden, nur einer der Zünder. Den anderen Zünder drehten die Sprengmeister aus der Bombe.

Evakuierung war um circa 17.45 Uhr abgeschlossen

Die Feuerwehr kontrollierte ab 17 Uhr, dass das Gebiet auch wirklich menschenleer war. Die Evakuierung war dann um circa 17.45 Uhr abgeschlossen. "Alle Sektoren sind jetzt geräumt", bestätigte Polizeisprecher Markus Trieb. "Wir sind im Zeitplan und sind bisher sehr zufrieden". Ab 17.45 Uhr begannen die Vorbereitungen für die Sperrung der A8.

Dass der Termin auf diesen Zeitraum festgelegt wurde, habe laut Bechtel ebenfalls seine Gründe. Denn die Stadt, Polizei und Katastrophenschutz hätten sich an einen Tisch gesetzt und sich schließlich für den Zeitraum von 17 bis 22 Uhr am Mittwochabend entschieden. Eine Beseitigung des Blindgängers am Wochenende sei nach Auffassung der verschiedenen Fachdienste undenkbar gewesen, da man wegen des Reiseverkehrs mit einem noch größeren Verkehrsaufkommen rechnete als unter der Woche mit dem Feierabendverkehr. "Wenn es später wäre und wir die Bombe in der Nacht entschärfen würden, müsste man die Leute rausklingeln", erklärte Bechtel. Zudem hätten die etwa 100 Anwohner in der Sperrzone dann in einer Notunterkunft untergebracht werden müssen. Nun waren lediglich sieben Leute in Notunterkünften.

Bombe um kurz nach 19.30 Uhr entschärft

Kurz nach 19.30 Uhr meldeten die Einsatzkräfte, dass die Bombe entschärft worden sei. Es sei diesmal keine Routine-Entschärfung gewesen, erzählten die beiden Sprengmeister Torsten Thienert und Roger Flakowski von der Firma Tauber im Anschluss. Der Grund hierfür war die Lage der Bombe im Grundwasser, wodurch die Zünder stark verkrustet waren. „Wir mussten mit einem Sandstrahlgerät anfahren, damit wir überhaupt die Zünder lösen konnten“, so Thienert. „Das war diesmal eine böse Bombe“. Einer der Zünder musste schließlich gesprengt werden, den zweiten konnten die Sprengmeister herausdrehen. Nach rund einer Stunde war die Bombe trotz der Schwierigkeiten erfolgreich entschärft. Die Sperrzone wurde aufgehoben, auch die Autobahn konnte wieder freigegeben werden. (jaf/lat/pb/mh)

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