Haariger Gerichtsstreit: Frisörkundin will nicht für Haarverlängerung bezahlen

Ein Frisörbesuch hat nun das Amtsgericht Augsburg beschäftigt. Die streitenden Parteien hatten über das Ergebnis dieses Besuchs sehr unterschiedliche Meinungen, wie das Amtsgericht in einer Pressemitteilung informiert. (Symbolbild)

Ein Frisörbesuch hat nun das Amtsgericht Augsburg beschäftigt. Die streitenden Parteien hatten über das Ergebnis dieses Besuchs sehr unterschiedliche Meinungen, wie das Amtsgericht in einer Pressemitteilung informiert.

Die Klägerin betreibt ein Frisörgeschäft in Augsburg. Die Beklagte war Stammkundin der Klägerin und ließ sich seit Jahren mehrfach im Jahr Echthaar-Extensions bei der Klägerin machen. Über das Ergebnis des letzten Frisörbesuchs sind die Parteien allerdings uneins, so das Amtsgericht.

Die Beklagte war der Ansicht, dass das Haar nicht hinreichend füllig sei. Im Übrigen seien die Extensions voller Spliss und auch grau. Die Kosten für den Frisörbesuch - es handelt sich hierbei rechtlich gesehen um einen Werklohnanspruch - will die Beklagte daher nicht tragen.

Die Klägerin behauptete dagegen, dass die Extensions der bestellten Qualität entsprächen und das Ergebnis ordnungsgemäß sei. Sie begehrte mit der Klage die Zahlung von mehreren Hundert Euro. Die Klägerin hegte Bedenken hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit der Beklagten.

Die Beklagte wiederum weigerte sich, den Werklohn für die Frisörleistung zu bezahlen und rechnete hilfsweise mit einem Schmerzensgeldanspruch in Höhe der zu bezahlenden Frisörleistung auf, da das Entfernen der - nach Ansicht der Beklagten mangelhaften - Extensions sehr schmerzhaft gewesen sei.

Das Amtsgericht Augsburg hat umfangreich Beweise erhoben, durch mehrere Zeugen und auch Inaugenscheinnahme der - nunmehr entfernten - Extensions, die dann sogar als sogenannte Augenscheinsobjekte in die Akte gegeben wurden.

Das Amtsgericht hat der Klage schließlich stattgegeben, "da das Gericht nach den Zeugenaussagen davon überzeugt war, dass die Extensions von der Klägerin fachgerecht angebracht worden waren", so die Pressemitteilung.

Die gegen das Urteil des Amtsgerichts Augsburg eingelegte Berufung wurde wieder zurückgenommen. Das Urteil des Amtsgerichts ist daher rechtskräftig. (pm)

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